#7 Gertraud Auinger-Oberzaucher - Geht nicht, gibt´s nicht
Shownotes
Sie sprüht vor Energie – das spürt man sofort, sobald sie den Raum betritt. Gertraud Auinger-Oberzaucher ist Unternehmerin und Nationalratsabgeordnete der NEOS. Seit über 20 Jahren erfolgreich im Business, hat sie mit Ende 40 beschlossen, noch einmal neu anzusetzen: Sie wollte etwas bewegen, sie wollte etwas verändern – und ist in die Politik gegangen. In unserem Gespräch erzählt sie, wie es sich anfühlt, in diesem Lebensabschnitt noch einmal neu zu starten. Was sie angetrieben hat, welche Herausforderungen es gab – und warum es sich lohnt, dem eigenen Weg zu folgen. Außerdem sprechen wir darüber, wie unsere Gesellschaft Frauen über 40 und 50 begegnet, die den Mut haben, beruflich noch einmal ganz von vorne zu beginnen.
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00:00:11: Hallo meine Lieben
00:00:12: und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von How
00:00:15: to Fly.
00:00:16: Sie sprüht vor Energie,
00:00:18: das spürt man sofort sobald sie den Raum betritt.
00:00:21: Gertraut Auinger Oberzaucher ist Unternehmerin und Nationalratsabgeordnete der NEOS.
00:00:27: Seit über zwanzig Jahren erfolgreich im Business hat sie mit Ende vierzig beschlossen noch einmal neu anzusetzen.
00:00:34: Sie wollte etwas bewegen, sie wollte etwas verändern – und ist in die Politik gegangen!
00:00:40: In unserem Gespräch erzählt sie, wie es sich anfühlt in diesem Lebensabschnitt noch einmal neu zu starten.
00:00:46: Was sie angetrieben hat, welche Herausforderungen es gab und warum er sich lohnt dem eigenen Weg zu folgen.
00:00:53: Außerdem sprechen wir darüber, wie unsere Gesellschaft Frauen über vierzigundfünfzig begegnet die den Mut haben beruflich nochmal ganz von vorne zu beginnen.
00:01:04: Wenn euch die Folge gefällt teilt sie gerne mit euren Freundinnen und Freunden Gebt dem Boardkast eine fünf Sterne-Bewertung und abonniert ihn, damit ihr keine neue Folge verpasst.
00:01:15: Viel Vergnügen beim Zuhören!
00:01:18: Hallo Gerdraut schön dass wir uns wiedersehen und vielen Dank das wir heute hier im Studio bei den Neos sein dürfen.
00:01:26: es ist ja ein bisschen anders dieses mal.
00:01:28: normalerweise reisen die Gäste zu mir.
00:01:32: jetzt bin ich gereist habe eine kleine Exkursion gemacht von Graz nach Wien Und ja, schön.
00:01:37: Schön dass wir uns hier wieder treffen!
00:01:39: Ja vielen Dank, dass wir das sehen und noch wieder hören.
00:01:42: Ich reise eigentlich gerne nach Graz.
00:01:44: Also das nächste Mal gerne mache ich den Gegenbesuch und dann unterhalten wir uns in Graz, ob mit oder ohne Mikrofon.
00:01:49: Aber
00:01:50: du bist ja Steirerin glaube ich?
00:01:51: Ursprünglich
00:01:53: ja, ist in der Steiermarke.
00:01:55: Du Gehrtraut.
00:01:57: Du bist jetzt seit circa sechs Jahren in der Politik.
00:02:01: bei den News Davor warst du über zwanzig Jahre in der Wirtschaft tätig als Unternehmerin, hast auch noch immer dein eigenes Unternehmen bis Geschäftsführerin.
00:02:12: Wie sich das alles ausgeht, muss ich dich dann auch später noch fragen?
00:02:17: Aber wie gesagt, du hast dann Ende vierzig warst oder?
00:02:20: Ja sicher!
00:02:20: Ende vierzig hast du dich entschieden einen beruflichen Neuanfang zu machen und bist in die Politik gegangen.
00:02:28: Wie war es für dich in diesem Alter Und auch nachdem du ja davor durchwegs eine Führungsposition hattest, noch einmal neu zu starten und nochmal Berufsanfängerin zu sein.
00:02:42: Das ist sehr spannende Frage.
00:02:43: vor allem ich habe mich mit Ende vierzig nicht entschieden einen beruflichen Neuanfang zu machen sondern ich hab mich entschieden aufzustehen um für etwas zu kämpfen, zu erneuern, zu reformieren anzupacken zu dieser Phase noch überhaupt nicht in irgendein Berufsbild gegossen oder definiert, sondern das war für mich einfach ein Anlegen und eine riesengroße Motivation Österreich mitzugestalten bzw.
00:03:09: im Anderszugestallten ist es viele Jahrzehnte gemacht wurde.
00:03:11: dass daraus dann tatsächlich einen Beruf oder Mandat werden würde war mir vor sechs Jahren überhaupt nicht bewusst.
00:03:17: also das war nicht so dass ich sage ich werde jetzt Politikerin Sondern habe gesagt Ich glaube ich muss in die Politik gehen um Dinge bewegen zu können hat sich das auch sehr gut ergeben, dass ich so nach und nach immer mehr hinein gekommen bin.
00:03:31: Und dann eben dann im Jahr zwanzig vierundzwanzig war dann die Nationalratswahl und ich da auch dann kandidiert habe und sich daraus einen Mandat ergeben hat.
00:03:39: Mandat ist ja was anderes als ein Beruf.
00:03:41: Es ist eine Aufgabe es ist eine.
00:03:43: Du erhebst die Stimme du vertrittst viele Menschen oder hast deren Stimmen, die du dann lauter machen kannst.
00:03:51: So gesehen war's jetzt nicht so ein richtiges so ein Change von einem Tag auf den sondern schon ein Hinein kommen, zumindest in die Thematik.
00:03:58: Nicht so sehr, dass wir jetzt die Aufgabe tatsächlich gestaltet ist.
00:04:01: Also das ist schon ein komplett anderes als das was ich gewohnt bin in meiner zivilberuflichen Laufbahn wo ich zuerst in großen Unternehmen war.
00:04:09: also ich war ja lange Zeit in Tirol in einem sehr bekannten Kristallunternehmen und habe dort mich weiterentwickeln dürfen können wahnsinnig viel gelernt.
00:04:19: dann hab noch bei anderen Stellen noch gearbeitet an über dreißig Jahren inzwischen berufstätig, davon über zwanzig Jahre selbstständig und jetzt eben seit knapp einem Jahr oder ein bisschen mehr als einem Jahr habe ich auch einen politisches Mandat, wobei ich dazu sagen muss.
00:04:37: Ich bin auch seit sechs Jahren schon im Gemeinderat in Baden.
00:04:40: Das ist relativ rasch gegangen und das ist schon eine gute Schule für das was ich jetzt mache.
00:04:45: Das heißt es ist langsam vorangegangen.
00:04:47: aber warum war's dann genau so?
00:04:49: dieser Moment?
00:04:51: Wo das gekommen ist, der Moment wo du dir gedacht hast jetzt will ich was verändern?
00:04:54: Jetzt möchte ich in die Politik gehen.
00:04:57: Was war der Grund oder was hat sich da angetrieben?
00:05:00: Ich glaube,
00:05:00: das sind schon viele verschiedene Gründe.
00:05:02: Als erstes, ich glaube man muss schon ein politisch-sozialisierter bzw interessierter Mensch sein um überhaupt in solchen Dimensionen zu denken und man kann sich ja auch außerhalb von Parteien politisch engagieren.
00:05:12: es gibt sehr sehr viele sehr gute zivilgesellschaftliche Initiativen und Möglichkeiten wo wir wirklich aufstehen mitmachen und gestalten in verschiedensten Bereichen.
00:05:21: also ich glaube das ist immer die Grundvoraussetzung für mich was wirklich der Anlass zu sagen.
00:05:26: Erstens habe ich die Erfahrung, ich hab schon so viel erlebt in meinem Leben und gesehen.
00:05:31: Und zu viele Dinge wo ich sehe da muss man verbessern, da kann man was ändern und allein mit dieser Erfahrung hineinzugehen und auf der anderen Seite natürlich zu sehen das zu dem Zeitpunkt Ich der Meinung war dass nicht die besten Köpfe... Wobei ich mir jetzt nicht anmaßen würde der beste Kopf zu sein aber wo ich gesehen habe es sind nicht die besten Köpfen Das wollen nicht alle das Beste für dieses Land wie tatsächlich in den führendem politischen Funktionen gerade sind.
00:05:54: und das war für mich genügend motivativ um zu sagen, hallo hier bin ich und da ist ein Neos natürlich eine sehr offene Organisation wo du anklopfen kannst melden kannst.
00:06:03: Und ich habe ihm gesagt bin er schon Gründungswählerin.
00:06:06: also für mich war das so eine Erleichterung als ich zwanzig zwölf gehört hab von der Gründung der Organisation der Bewegungen in jetzt einer Partei dass sich immer gewusst hat weiß ich wenn ich wähle und dass ich dann die logische Konsequenzen irgendwann einmal zu sagen nicht nur wählen sondern auch wirklich selber mitmachen.
00:06:23: Und wie war es dann für dich da jetzt aber eben doch wieder so anfängerin zu sein, von neuen zu beginnen?
00:06:30: Ich glaube das Gefühl anfängerin zu sein oder anfänger das geben dem nur andere.
00:06:34: und das das hatte ich nie ehrlich gesagt weil der schon sehr rasch einmal klar war was kann die wo Kann man sie tatsächlich gut nicht einsetzen?
00:06:44: Oder wo ist die intrinsische Motivation auch am höchsten, wo man sagen kann da ist diese Frau gut aufgehoben oder kannst du wirklich etwas bewegen?
00:06:51: und ich habe dann sehr schnell spannende, sehr motivierte gute Kolleginnen und Kollegen kennengelernt die mich quasi ein bisschen bei der Hand genommen haben oder einfach auch immer so ECHO-Kammern und Sparringpartnerinnen waren weil das ist schon von dem Moment an wo ich aufgestanden bin bis zu meinem ersten Gemeinderatsmandat.
00:07:11: Das war nicht einmal ein Jahr das heißt es ist schon eine
00:07:14: sehr
00:07:14: kurze Zeitspanne in der man ja einfach reinspringen.
00:07:20: Also ich glaube, manchmal hilft es auch wenn man nicht zu viel nachdenkt sondern einfach auch seine... Erstens Intuition-Volk, zweitens dem was man auch viel von Menschen zugerufen bekommt.
00:07:32: Also das muss man schon korratieren können die Zurufe erwarten dass es sind schon Dinge die wertvoll sind und natürlich mit der Erfahrung die ich habe die ist natürlich nicht vom Tisch zu wischen.
00:07:43: Ich glaube das ist schon ein guter Punkt da auch hineinzugehen wobei jeder hat sein eigenes oder ihr eigenes Rezept wie das funktioniert.
00:07:50: ich glaube bei mir war das so eine Kombination aus allem.
00:07:52: Also eine große Motivation, ein großer Wille und dann einfach los und machen.
00:07:57: Ja aber bei das habe ich wirklich mein ganzes Leben angemacht.
00:07:59: Ich hab nur immer Dinge gemacht von denen ich überzeugt bin oder war die ich mit Herzblut machen kann, mit Begeisterung.
00:08:05: Das macht es manchmal nicht einfach weil man nicht unterscheiden manchmal nicht sehr professionell dann vielleicht ist oder es unterstellt wird dass man nicht professionell ist.
00:08:12: aber für mich ist es einfach so wichtig dass sich von dem was ich tue überzeugt sind.
00:08:16: also ich mache nicht nur einen Job ist ein Privileg auch, muss man ehrlich sagen.
00:08:20: Also das ist nicht so selbstverständlich dass man das machen darf was man wirklich möchte.
00:08:24: Aber es ist ein wichtiger Punkt.
00:08:26: ja und gut dass du das sagst und auch in Erinnerung rufst weil ich glaube ja das ist etwas wo man doch oder jeder einzelne wirklich zumindest daran arbeiten kann und das probieren kann.
00:08:34: also soweit wie möglich auch wenn wie du sagst es vielleicht jetzt nicht immer möglich ist aber da so im Hinterkopf behält zu machen woran man glaubt was einem wichtig ist.
00:08:45: Und es auch weiterzugeben, das ist glaube ich auch ganz wichtig.
00:08:47: also das ist so.
00:08:47: wie gesagt hab ich habe Kollegen und Kollegen sehr rasch gefunden bin ich jetzt auch diejenige wirklich immer wann immer eine Notwendigkeit gibt oder ich sehe da ist jemand der die braucht jetzt Unterstützung oder einen jemanden nur zum Reden oder Sparring nicht sofort dabei.
00:09:01: also ich glaube dass auch das Wichtige dieses diese Bandenbildung von dem er immer spricht allein schafft man gar nichts.
00:09:09: Und gab es irgendetwas jetzt in der Zeit, wo du mit deiner politischen Karriere begonnen hast?
00:09:15: Dass die besonders schwer gefallen ist.
00:09:17: Gab's so Momente wo du dir gedacht hast was mache ich da?
00:09:20: warum bin ich nicht in meinem Unternehmen geblieben oder irgendwie auch angestanden bist?
00:09:26: Zum einen bin ich in meinem Unternehmen geblieben, natürlich in einer etwas zurückgezogener oder reduzierteren Art und Weise.
00:09:32: Ich habe mir das behalten, was ich wirklich sehr gerne mache und die Menschen tatsächlich, was mit dem Anfang schwer gefallen ist, diese Welten zu verbinden.
00:09:43: Einfach rauszuwenden, weil ich nicht wusste wie es tatsächlich die Reaktion ist wenn ich meinen Geschäftspartnerinnen und Partner sage, ich engagiere mich jetzt politisch in einer Partei.
00:09:53: Das ist schon etwas, du weißt nicht wie die darauf reagieren werden und das habe ich bei manchen relativ lange hinausgezögert.
00:10:00: Einige haben mich von sich aus angesprochen.
00:10:02: also das war schon der Moment wo es ein bisschen schwieriger wird weil das ist auch nichts an der Tagesordnung in Österreich dass du sowohl politisch dich engagierst nämlich so von null auf hundert Und nicht schon, du lernst jemanden kennen und hast aufgrund eines politischen Engagements einen Kontakt, den du dann auch privatwirtschaftlich nutzen kannst.
00:10:21: Nein, sondern dass das wirklich – ich habe mein Privatwirtschaftliches Engagement oder meine Unternehmen komplett anders aufgebaut gehabt.
00:10:29: Ich arbeite wirklich nur fast nur mit Familienunternehmen.
00:10:33: Kein öffentliches Geld, keine öffentlichen Aufträge.
00:10:35: ist es ganz eine andere Welt als das was sich jetzt eben Versuche eben zusammenzuführen.
00:10:41: Ganz ehrlich, ich hätte diese Angst nicht haben müssen weil alle Reaktionen waren zumindest neutral.
00:10:47: also es hat niemand mit der will ich nicht mehr zusammenarbeiten weil sie jetzt auch in der Politik sich bewegt oder Ich finde das ganz schlecht und es ist ganz eine andere Richtung als ich denke.
00:10:57: Also das war wirklich völlig unbegründet aber das hat mich sehr zu denken gegeben.
00:11:02: Das waren die Momente die schwieriger waren
00:11:06: also die Reaktionen von der anderen, insbesondere der Geschäftspartner.
00:11:11: Wie war es so im näheren Umfeld mit den bekannten Familien?
00:11:15: Wir haben dir reagiert?
00:11:17: Durchwegs positiv!
00:11:18: Also ich kriege auch heute noch... Es ging zu Hause, ob das ewig lang her wäre aber ich finde dieses... Ich komme jetzt gerade von einer Veranstaltung, die ganz aus einer anderen Ecke gekommen ist.
00:11:28: Menschen, die auf mich zukommen und sich bedanken Dass ich das mache, worauf ich bedanke mich.
00:11:35: Weil ich kann sie nur aufgrund dessen machen, dass mir so viel Vertrauen... geschenkt, nicht geschenkten gegeben wurde und es quasi eine Wahl gegeben hat, die ich mich gestellt habe.
00:11:46: Aber das Feedback ist gut so dass auch andere dazu schon was motivieren konnte auch sich zu engagieren.
00:11:53: weil ganz ehrlich wenn man selbst nicht macht wer anderer erledigt das nicht für dich du kannst jetzt ewig drauf warten und sagen na es wird mal Zeit dass jemand für uns die Stimme erhebt und so na selber aufstehen tun.
00:12:05: und das das ist glaube ich das was sehr positiv immer wieder genommen wird.
00:12:09: Was ich mir mehr noch wünschen würde, ist einfach dass man die Welten nicht mehr zusammenbringt.
00:12:17: Das ist die Politik irgendwo und das ist die Gesellschaft.
00:12:22: kommt nicht parallel auf einen Miteinander, sondern Teil der Gesellschaft.
00:12:26: Und das ist etwas, was ich halt sehr massiv nach wie vor mich bemühe, nicht nur in politischen Gremien zu sein und nicht nur mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Parlament, mich zu unterhalten oder als Landtag oder ähnliches so eine ganze Gegenteil dort zu sein wo die Meinung gemacht wird und wo auch die Bedürfnisse und die Notwendigkeiten da sind.
00:12:44: Das ist schon immer wieder herausfordernd aber ich glaube es ist sehr wichtig.
00:12:52: Dafür braucht es uns Quereinsteigerinnen.
00:12:55: Ja, das klingt
00:12:56: gut!
00:12:58: Gertrott, kannst du dich noch erinnern wie so deine erste Rede war im Parlament?
00:13:04: Wie ging's dir dabei?
00:13:07: war ein bisschen nervös, aber gar nicht so arg.
00:13:10: Und das ist das was ich vorher gesagt habe durch diese einige Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik, dass schon gewohnt war vor Menschen zu sprechen von einem Auditorium.
00:13:19: auch wir haben in Baden wo ich im Stadtrettin bin ein sehr traditionelles Rathaus bzw einen Gemeinderatssitzungssaal der wirklich wie ein Parlament aufgebaut ist obwohl er Also zumindest architektonisch, ein Gemeinderat ist kein Parlament.
00:13:35: Aber zumindest war es da von der Situation her – also am Rednerpult mit Mikrofonen vor der sitzen Menschen, das war ich auch schon gewohnt und auch aus einer zweiten, das können wir vielleicht noch besprechen oder aus einem zweiten biografischen Aspekt heraus.
00:13:49: War das nicht das große Ding?
00:13:51: Mein größter Respekt war davor hat das was ich sage relevantes Ist das etwas, was wirklich wichtig ist oder ist es eine weitere Rede im Parlament?
00:14:02: Und ich habe mich dann auch darauf konzentriert nicht nur inhaltlich zu sprechen.
00:14:06: Es ist damals gegangen um Familienbeihilfe, sondern auch zu sagen, es geht uns auch um einen neuen Stil.
00:14:13: Es geht um eine andere Art und Weise Politik zu machen... Echter eine greifbare, unmittelbare.
00:14:22: Und das war mir damals wichtig.
00:14:23: Man muss dazu sagen bei der ersten Rede im Parlament haben die Rednerinnen und Reden so was ähnliches wie einen Welpenschutz.
00:14:30: Das heißt es wird gesagt erste Rede ruft auch keiner hinein.
00:14:34: Okay,
00:14:34: man wird nicht gleich ausgeboten?
00:14:37: Genau!
00:14:37: Das ist etwas was... das heißt dann so die Üssens des Hauses und da hat man wirklich die Gelegenheit, dass zu sagen, was man sagen möchte und einen ersten Einstand im Parlament haben.
00:14:48: Bei der zweiten Rede ist es schon vorbei.
00:14:50: aber was mich am meisten beschäftigt hat in diese Relevanz kann ich tatsächlich jetzt nicht aus einer persönlichen sondern inhaltlich und auch gesellschaftlich etwas bewirken, bewegen einen ersten Schritt zumindest machen auf dem man dann halt aufbauen kann.
00:15:07: Du kannst nie mit der Erste oder Einrede irgendetwas tatsächlich bewegen aber du ist halt so.
00:15:13: das die erste Karte die ausgespielt wird beim Kartenspiel hat natürlich auch eine gewisse Bedeutung.
00:15:17: Ja
00:15:17: ja
00:15:18: und so ist es da auch
00:15:19: okay.
00:15:19: Und hast du das Gefühl dir ist das gelungen was du dann zufrieden damit?
00:15:23: Ich bin extrem selbst kritisisch.
00:15:24: also ich war ok sagen wir mal so davon.
00:15:27: nicht überbewertener war ein Staat wo man sich nicht genieren musste.
00:15:31: Ich bin nicht
00:15:32: Letzte geworden, wenn ich das mit dem Ski-Rennen bewerten möchte.
00:15:38: Ja die Selbstkritik ist so ein Ding.
00:15:43: Selbstkritik, Selbstreflexion sich immer wieder zu hinterfragen.
00:15:47: Ganz eine wichtige...
00:15:48: Ja das stimmt schon ab!
00:15:49: Das ist schon wichtig, das finde ich auch.
00:15:51: Aber wenn die Selbstkritika so stark wird oder dann zu sehr von der Realität wieder abschweift?
00:15:58: Oder wenn sie durch Hemd
00:15:59: weiterzumachen?
00:16:00: Dann muss man es ein bisschen in Relation setzen.
00:16:06: Eine Sache hat mich noch beschäftigt weil du ja eben auf der einen Seite Unternehmerin bist auf der anderen Seite jetzt auch diesen Neu-Ernfang den Beruflichen gemacht hast.
00:16:16: Ich stelle jetzt mal die These auf, dass grundsätzlich ein Berufsanfänger mit über vierzig, über fünfzig nicht unbedingt das ist worauf jetzt ein Unternehmen gewartet hat.
00:16:28: Du lagst ja schon!
00:16:31: Jetzt hast du ja selbst doch mit Endevierzig also ich nenne es jetzt schon auch einen neuen Anfang gemacht,
00:16:36: einen
00:16:37: neuen beruflichen Schritt und hast das selbst erlebt.
00:16:40: Und gleichzeitig aber auch den Blickwinkel einer Unternehmerin.
00:16:45: was würdest du sagen?
00:16:46: Was braucht es um ein Unternehmen davon zu überzeugen eine über vierzigjährige über fünfzigjährigen Berufsanfängerinnen oder Berufsanfänger anzustellen anstatt klassisch die fünfundzwanzigjährige den Fünfundzwanzigerigen?
00:17:03: Ich glaube, das ist ein extrem wichtiges Thema.
00:17:05: Das ist auch eine der Stimmen, die ich erhebe – es eben auch für Frauen, die jetzt schon fortgeschrittenen Alters sind und nicht nur über das bitte definiert werden sollten.
00:17:13: Also vierzig plus oder fünfzig plus ist kein Grund um zu verzweifeln oder sich da irgendwo ins Outgestell zu fühlen wobei man was sagen muss, dass ist etwas, wo man aktiv daran arbeiten muss.
00:17:25: Es ist also eine Erhaltung in der Gesellschaft an der wir alle immer wieder laut schreien müssen und diese Sichtbarkeit erhalten müssen, weil ansonsten ist das wirklich so der Fall was es... ich möchte jetzt nicht Altersgruppen gegeneinander ausspielen sondern es ist im Grunde genommen.
00:17:40: Es gehört genauso dazu eine Frau über vierzig oder über fünfzig in Berufsalltag eine Chance zu geben oder dass sie die Chance ergreifen kann.
00:17:48: Das ist ja auch immer nach wie vor dieses hierarchische Denken oder dieses.
00:17:51: Ich habe da jetzt die Möglichkeit gegeben, dass wir können alle etwas und ich glaube das muss man immer wieder auch sehr deutlich machen und zeigen und ich glaub braucht's auch sehr viele Rollen Models, die auf das auch immer wieder hinweisen.
00:18:03: Und ich weiß nicht, ob bei deinen letzten oder vorletzten Podcast eben auch gehört mit der Birgit Vendel wir sind derselbe Jahrgang, die ja auch sehr da dahinter ist und sagt Ja es geht!
00:18:12: Nur keine Angst haben Mut.
00:18:13: natürlich kommen immer wieder Momente wo man sich fragt und verlasse ich irgendwie so eine, doch ein relativ ja wahrscheinlich gute Umgebung in der ich mich wohlfühle.
00:18:22: Wohlfühlumgebung ähnliches aber reinspringen und ich glaube das auch gerade die die solche Erfahrungen schon gemacht haben dann auch eher mit im Frauenvierzig-Fünfzig plus auch wieder sich zusammen tun.
00:18:33: also ich glaube dass es auch diese Bandenbildung muss man in dem Bereich auch wesentlich stärker noch vorantreiben ist es schlimm genug das überhaupt notwendig ist Und vor allem, dass das erste Meistenfrau noch auffällt wenn sie selber in der Situation sind.
00:18:46: Deshalb auch immer wieder so ein Haarleben diese Gespräche mit Wenn du nicht selber da betroffen bist, denkst du naja das seh ich halt durch in meinem Leben bis zu meinem Lebensende.
00:18:55: aber es ist schon ein besonderer Lebensabschnitt und ich sehe das im meinem Umfeld in einem so bekannten Freundinnenkreis wo viele sind die einfach dann mit fünfzig bloß auf einmal fragen Wo bin ich jetzt?
00:19:08: Gibt es da für mich noch einen Platz, wie kann ich mit ihnen erobern und wer sind meine Sparringpartner dafür.
00:19:14: Also ich glaube der braucht's viel mehr Verständnis.
00:19:18: wenn du auf Unternehmen ansprichst gibt schon sehr viele Vorurteile kommen immer wieder vor das man glaubt die ist vierzig plus die kostet sicher wahnsinnig viel.
00:19:25: oder Kann die sich in das Team noch integrieren, mit den Latta-Millennials oder Ys?
00:19:32: Oder wie ist ein X. Mit den Sets...
00:19:35: Also eine Generation vor ihr und nach ihr!
00:19:39: Also ich glaube, dass es einfach viel nur Hörnsagen, viele Vorurteile sind die uns da im Weg stehen.
00:19:46: Weil auch diese ganzen Fragen, ist sie jetzt zu teuer oder nicht?
00:19:50: Ich glaube auch all diese Dinge kann man regeln und besprechen und sind nicht das was tatsächlich im Weg steht.
00:19:56: Ja ich glaube auch, dass sehr viele Geschichten sind, die wir uns erzählen seit vielen Jahren.
00:20:02: Das ist halt so.
00:20:05: Irgendwann muss man halt beginnen die Geschichte neu zu erzählen.
00:20:07: Ja, nicht irgendwann sondern jetzt?
00:20:09: Jetzt am besten!
00:20:11: Weil die Geschichte gibt es eigentlich nicht.
00:20:14: Aber was glaubst du braucht's wenn wirklich eine Frau oder ich sage mal generell eine Person über vierzig oder fünfzig etwas Neues machen möchte sich bei einem Unternehmen auch bewirbt?
00:20:27: Gibt's irgendetwas was du sagst dass diesen Charakter zu kurz brauchen Diese Art von Gespräch oder diese Art von Argumentation.
00:20:36: Ich glaube die Präsenz ist es und auch eben... all diesen Vorurteilen, die auch non-verbale Teilweise entgegen gebracht werden.
00:20:44: Entgegenzuwirken.
00:20:45: und ich glaube dass wir von außen die, die eine Stimme haben da ganz laut erheben müssen weil wenn die Unternehmen oder die verantwortlichen in den Unternehmen das nicht gesagt bekommen oder immer wieder hören dann wird es wahrscheinlich nicht stattfinden.
00:21:00: also das ist... Da wird auch eine einzelne Wenn sie wirklich gegen so einem Wand redet wird der nicht sehr viel bewirken können sondern wir sind lauter Und ich glaube, da brauchen wir noch mehr.
00:21:12: Müssen wir einfach noch lauter werden?
00:21:13: Wir wissen, worum es da geht oder was die Hürden sein können.
00:21:18: Ich glaube jetzt als Politikerin sage ich – in der Politik tätige ich sage mir lieber gesetzliche Dinge oder Rahmenbedingungen werden das nicht ändern können.
00:21:29: also da gibt's immer wieder A, die Umgehungsmöglichkeiten und B, glaube ich mit Zwangschaft gar nix.
00:21:34: Also das muss eine Anreiz sein, es muss eine Freiwilligkeit sein, da muss diese Eigenanmächtigung oder eben diese Eigenverantwortung viel stärker noch in den Vordergrund gestellt werden.
00:21:46: Und dann umdenken wahrscheinlich auch einfach ein... Das
00:21:48: ist ja gesellschaftliches
00:21:50: Umdenken.
00:21:52: Wahrscheinlich durchschnittlich, meine Generation wird wahrscheinlich die Frau neunzig werden.
00:21:57: Das ist noch so... das ist in der Mitte des Lebens dann einfach wir sind nicht anders.
00:22:01: nur wenn man jetzt eine paar Jahre älter sind und ich habe jetzt gerade diese mein ähnlich sehr intelligente aber diese Serie Younger kurz reingeschaut wo sich eine Frau extra jünger macht damit sie wieder einen Job bekommt Das wird ein Lügenkonstrukt, das da aufgebaut wird.
00:22:18: Also das ist nicht der richtige Weg!
00:22:20: Nein,
00:22:20: nein, das ist echt schade weil ja es dann auch diesen Mehrwert der Erfahrung also Erfahrung Berufserfahrung Lebenserfahrung dann überhaupt keinen stellen wir.
00:22:32: Wo ist dann, wo hat das dann Platz?
00:22:35: Ich habe auch selber immer lieber in bunten Teams gearbeitet.
00:22:38: Wurste ich ein altes Geschlechtskultur hergekommen war es doch immer.
00:22:41: Ich hab das immer viel spannender und befruchtender und da gab's diese Fragen dann auch nicht.
00:22:46: Ich feiere zwar meine grauen Haare aber mir haben meine Mitarbeiter oder auch Partner so nie das Gefühl gegeben dass sich dadurch irgendwie anders wäre.
00:22:56: Sie haben es mitgefeiert.
00:22:58: Sehr gut!
00:22:59: Das ist der Zugang, ja das ist einfach der Rhythmus des Lebens oder?
00:23:04: Ja
00:23:04: aber man darf doch nicht naiv sein auch wenn ich jetzt sage wir müssen kämpfen und alle... Es gibt einfach auch Situationen oder auch Umgebungen und Environments.
00:23:11: da ist es wirklich nicht einfach.
00:23:14: also Patentrezept habe ich nicht.
00:23:17: Nein das gibt's wahrscheinlich auch nicht.
00:23:18: aber eben ich finde es gut oder sehr gut darüber zu sprechen dass einfach anzusprechen laut zu werden.
00:23:25: Dann liegt es wahrscheinlich auch an den einzelnen Personen aufzustehen und zu sagen, ich stehe dafür ein.
00:23:33: Um das dann im Gesamten auch zu verändern.
00:23:36: Wie geht's dir jetzt eigentlich so mit deinem Veränderungsprozess?
00:23:41: Politik, da bist du gleichzeitig auch noch Unternehmerin, Geschäftsführerin.
00:23:47: Wie geht es dir damit?
00:23:47: Und auch was ich mich auch gefragt habe wie bekommst du das zeitlich alles unter deinem Boot hat dein Tag mehr als vierundzwanzig Stunden.
00:23:57: Erstens, ich habe mich selbst dazu entschieden und ich glaube das ist ein wahnsinniges Privileg.
00:24:01: Also das ist schon... also ich weiß man in gerade eine politische Funktion muss man gewählt werden.
00:24:05: aber die Entscheidung, mich immer auf eine Liste zu kommen, mich der Wahl zu stellen, dass habe ich alles selbst und ich wollte das!
00:24:12: Ich glaube es ist die schönste Art und Weise um sich zu verändern.
00:24:15: Ich ziehe den Hut vor all jenen, die in einer neuen Situation gestoßen werden und die das nicht so freiwillig machen weil da ist es dann wirklich ein wahnsinniger Energie- und Kraftakt Und da gibt es ganz andere Geschichten dann.
00:24:28: Deswegen, ich finde meinen Weg jetzt nicht so etwas wo man den so feiern müsste weil wie gesagt viele Dinge einfach mache die ich gern mache und das ist zwar eine Alterssprache was man gerne macht macht man geb ich auch gut.
00:24:42: Da bin ich jeden Tag dabei mich zu verbessern.
00:24:44: Ich lerne viel, ich beobachte viel war auch im letzten Jahr.
00:24:48: jetzt wenn man wartet sich ja immer dass irgendwie Menschen aus der Politik sich irgendwo vorhin stellen und laut sind.
00:24:54: Ich habe viel beobachtet.
00:24:57: Ich habe mit Menschen zusammengetan, wo ich weiß, das sind jetzt meine Verbündeten sozusagen, mit denen ich was weiterbringen kann.
00:25:04: Deswegen geht es mir in der Situation... Es geht nicht um mich!
00:25:08: Ich muss das bewegen, das ist für mich wichtiger.
00:25:11: Aber ich fühle mich wohl damit und finde gerade diese Vielfalt spannend.
00:25:16: Also es ist auch immer dieses ... Jetzt habe ich den Hut auf oder den Hut?
00:25:21: Ich trage zwar gern Hütte aber ich unterscheide nicht.
00:25:24: jetzt bin ich als Unternehmerin oder jetzt bin ein Politikerin unterwegs und jetzt bin eine Stadträtin und dann bin ich eine Nationalrätin.
00:25:30: Nein!
00:25:31: Ich bin immer die Person, die ich bin und ich glaube nur so schaffst du alles quasi zu vereinen indem du deine Deine Haltung, deine Werte auch in allen Bereichen, denen du unterwegs bist oder die ich unterwegs bin wirklich vertrete.
00:25:45: Zeitlich!
00:25:46: Auch da ganz ehrlich... Natürlich habe ich mir den Zeitpunkt und das ist jetzt ein Frauenthema so ausgesucht, dass ich in die Politik eingestiegen bin zu einem Zeitpunkt, als meine Tochter bereits siebzehn war.
00:25:59: Als mein Unternehmen gut gelaufen ist, mich auch auf meinen Mitarbeitenden wahnsinnig gut verlassen konnte wo einfach ich teilweise Verantwortung nicht mehr in dieser Intensität wahrnehmen musste als zum Zeitpunkt Kinder klein sind, wenn Unternehmen aufgebaut werden.
00:26:17: Also ich glaube das ist schon eine Frage auch in welcher Lebensphase man was macht.
00:26:22: Ich habe eine unglaubliche Unterstützung von meiner Familie in allen Dingen gekommen und ich habe einen völlig uneitleren Mann der einfach das zu tun ist.
00:26:31: wird jetzt erledigt.
00:26:34: Keine Frage war, nie eine Diskussion.
00:26:37: Wenn ich das machen will, mache ich das.
00:26:40: Ich betone es deswegen wenn mein Mann ist auch in einer anderen Generation noch.
00:26:43: also der ist inzwischen auch schon im Pension, ist im Ruhestand und er checkt halt jetzt alles was zu checken ist.
00:26:49: Haus- und Hof haben wir nicht Und schaut dass das alles rennt.
00:26:53: und ich glaube wenn's da freigespielt bzw.
00:26:56: freigespielt Das ist einfach in einer Partnerschaft so, dass jeder das macht was gerade notwendig ist ohne große Diskussionen dann ist das eigentlich auch keine Frage der Zeit, ob es jetzt möglich ist oder nicht.
00:27:09: Ich muss noch dazu sagen ich habe kein echtes Hobby.
00:27:12: Also
00:27:13: ich versuche viel zu gehen, zu walken.
00:27:17: Du meinst Arbeit ist deins?
00:27:18: Aber sonst gibt es eigentlich nicht!
00:27:20: Ich liebe das was ich tue und lehse natürlich gerne aber so ein Zeitintensives Hobby wie viele haben das habe ich nicht.
00:27:28: Ich singe gern da brauche auch keine Equipment dazu.
00:27:30: das ist das andere warum mich jetzt nicht zu gefürchtet hab für meine erste
00:27:33: Reihe.
00:27:34: Weil du da schon immer wieder vor Menschen gestanden.
00:27:38: Ich habe eine Gesangsausbildung, wollte eigentlich irgendwann einmal ein Metzosopranistin werden.
00:27:43: Das wusste ich gar nicht!
00:27:45: Also ich singe gerne und brauche keine Equipmenten für Zeit.
00:27:47: Es kann überall machen wenn es mir danach ist.
00:27:49: Wenn ich im Auto sitze zum Beispiel oder weil inzwischen sehr viel Bahn fahre... Und im Zug ist
00:27:55: es... Ja, das war sicher Einzelabteil.
00:27:59: Na ja oder?
00:27:59: Also wie gesagt, dadurch ergibt sich eigentlich diese zeitliche Frage nicht.
00:28:02: Es war natürlich immer schon gewohnt viel Zeit meinen beruflichen Engagement zu widmen.
00:28:09: Das geht jetzt alles eigentlich ganz gut aus weil du auch gelernt hast zu delegieren.
00:28:14: Kann man das so sagen?
00:28:15: Ja, das Einzige was mir ein bisschen stört ist dass es mit dem Beamen nicht funktioniert.
00:28:20: Also manchmal... dich eben
00:28:21: wohin beameln meinst
00:28:22: du?
00:28:22: Ja irgendwie versucht ein paar Tage zu planen wo ich verschiedene Termine habe und bin draufgekommen.
00:28:27: Es ist einfach von Tirol nach Wien schaffe ich's nicht in einer Stunde.
00:28:32: Das is' einfach nicht möglich
00:28:33: oder?
00:28:33: Na Tiroll-Winn geht!
00:28:35: Und
00:28:35: ich bin auch wahnsinnig gern unterwegs weil es überall so viele spannende Eindrücke gibt.
00:28:41: Okay Ja, eine Sache.
00:28:43: Du hast jetzt kurz erwähnt mit deiner Tochter und ich kann mich erinnern das letzte Mal, wenn wir gesprochen haben, hast du mir erzählt, dass du dein erstes Unternehmen in deiner Karenz gegründet hast?
00:28:56: Habe ich das richtig im Kopf?
00:28:58: Wie war das?
00:28:59: Was war da der Grund dafür und wie hat das funktioniert?
00:29:03: Ich glaube es ist keine Frage, wer das funktioniert.
00:29:06: Wie war die Konzense, meine Tochter ein halbes Jahr alt war habe ich mein Gewerbschein geholt.
00:29:12: Das war's.
00:29:16: Also, nicht so spät, wie ich, wenn das ins Tor gestellt habe!
00:29:21: Aber warum war gerade in dem Moment die Idee unternehmen?
00:29:24: oder hattest du die Idee schon vorher und es hat sich dann einfach zeitlich so ergeben?
00:29:29: begleitet mich immer schon.
00:29:30: Ich komme aus einer Unternehmerinnen-Familie, vor allem Unternehmerinnern – das muss einmal dazu sagen ist meine Urgroßmutter, meine Großmutter haben Unternehmen geführt, meine Tante, meine Mama... Also es ist etwas was bei uns gerade eine Frauensache ist auch in der Familie und das ist irgendwie so eine logische Konsequenz einfach gewesen dass ich habe ihm gesagt wenn ich das Gefühl habe genügend Erfahrung zu haben in dem was ich tue.
00:29:55: dann ist der Moment für mich gekommen mich selbstständig zu machen.
00:29:58: Das war dann halt, als meine Tochter ein halbes Jahr alt war.
00:30:06: Und das war jetzt nicht einfach gemacht!
00:30:10: Und da hast du gleich begonnen mit deinem...
00:30:13: Ja ich
00:30:13: habe es
00:30:14: unterschiedlich gemacht.
00:30:14: Du hast als Subunternehmerin gearbeitet für größere Unternehmen und parallel dazu meinen eigenen Kundenstock aufgebaut.
00:30:21: Es ist halt das Gute, dass man auch selber das Tempo irgendwie ganz klar eigentlich bestimmen kann oder konnte.
00:30:29: Das heißt alleine angefangen, dann habe ich die erste Mitarbeiterin.
00:30:32: das war ein riesengroßer Schritt natürlich und ich hab damals aber schon mein Unternehmen so konzipiert es sich gesagt habe ich möchte dass in der Größe behalten, dass jeder Auftrag sozusagen über meinen Tisch geht oder jeder Kunde in Kunde mich kennt.
00:30:47: Wir leben viel von Beziehungsmanagement.
00:30:51: Bei der Gründung habe ich ein paar Parameter gesetzt und gesagt, dass Maximum was ich möchte sind fünf Mitarbeitende.
00:30:57: Ich habe es dann irgendwann auf sechs gebracht, aber das war ganz kurzer Peak nur.
00:31:02: Und es hat sich eigentlich von dem wie ich es konzipiert hatte eigentlich ganz gut nicht nur angefühlt sondern er hat sich auch bewahrheitet als das Richtige Einfach die Erfahrung, die ich damals schon hatte mitzunehmen und auf dem einen relativ soliden Weg zu gehen.
00:31:18: Wie gesagt das Unternehmertum ist also etwas was in deiner Familie ist und auch
00:31:24: dieses Machern des
00:31:28: Unternehmerinnen-Tums.
00:31:31: Ja, nein.
00:31:32: Weil es einfach so typisch ist bei uns.
00:31:33: Also ich hatte auch Onkeln und Großväter... Aber
00:31:36: gerade die Frauen
00:31:37: waren solche?
00:31:37: Ja das war auch familiär bedingt.
00:31:39: Die haben Witwennbetriebe auch da.
00:31:41: Das war ja nicht zu einfacher als Frau-Unternehmerin zu sein in früheren Zeiten aber die sind sehr konsequent dahinter gewesen.
00:31:50: Ziemliche Macherinnen alle.
00:31:52: Sehr cool!
00:31:55: Eine Frage habe ich jetzt noch zum Schluss.
00:31:59: Gibt es irgendeinen Satz oder einen Mantra, das dich so begleitet durch deinen Veränderungsprozess oder Veränderungsprozesse?
00:32:09: Das was dich antreibt.
00:32:11: Ich könnte jetzt irgendwie tollen Philosophen zitieren die natürlich alle gelesen haben und Philosophinnen.
00:32:18: Aber das hat mich immer schon, dass es geht nicht gibt's nicht!
00:32:22: Dadurch wird man zwar wahnsinnig stur, also bin ich auch und teilweise kompromisslos.
00:32:27: Aber das erste Nein ist für mich höreich meistens nicht.
00:32:32: Also da bin ich sehr zielorientiert und schaue wirklich diese extra Meile.
00:32:38: Und ich glaube das ist das was dann auch unterscheidet.
00:32:41: Das hat mich auch schon in meinem... Ich bin eine Dienstleisterin und ich schau halt dass ich für meine Kundinnen und Kunden immer das Beste im Raushol.
00:32:52: Nein, ist etwas was eigentlich ich nicht akzeptieren möchte.
00:32:55: Manchmal ist es einfach so, aber ich glaube mir auch realistische Ziele gesetzt zu haben, da geht das dann schon.
00:33:02: Aber wie gesagt, geht nicht gibt's nicht, ist glaube ich ein ganz guter Satz!
00:33:08: Ist mir zwar ad hoc eingefallen, aber weil ich nicht vorbereitet
00:33:10: bin auf dieses Gespräch.
00:33:12: Aber es stimmt!
00:33:13: Ja...
00:33:14: Es klingt nach einem sehr guten Anteil war ja.
00:33:18: Es geht nicht, gibt's nicht da.
00:33:19: Geht dann immer etwas weiter?
00:33:21: Ja, wenn mein Negativsatz ist das haben wir schon so gemacht
00:33:25: oder
00:33:26: das war immer schon so.
00:33:27: Das sind die zwei Abtörner für mich.
00:33:29: Das stimmt.
00:33:29: Das ist ein absoluter Abtöner.
00:33:33: Interessiert wirklich niemanden.
00:33:36: Dafür, dass du nicht vorbereitet warst.
00:33:38: Ja traut finde ich, hast du super gemacht!
00:33:42: Super spannendes Gespräch und... Ich
00:33:44: hoffe das ist vor allem für die Zuhörerinnen zu.
00:33:47: Spannend zu hören über deinen Weg und wie du das alles gemacht und gemeistert hast und ein gutes Beispiel schön, dass Du Deine Geschichte erzählt hast genau dafür, dass wir vorher gesprochen haben aufzustehen zu gehen den eigenen Weg unabhängig vom Alter?
00:34:07: Unabhängigkeit, ganz
00:34:08: ein wichtiges.
00:34:09: Gerade für uns Frauen ein ganz wichtiges Mantra.
00:34:12: Das hat unsere Mutter ganz stark mit.
00:34:15: Unsinnig!
00:34:15: Ich habe eine Schwester und die hat immer gesagt, ihr müsst unabhängig sein.
00:34:19: Und das ist etwas, glaube ich... Das ist was mich eigentlich am meisten immer antreibt.
00:34:24: Angesrieben.
00:34:24: Ein Abhängigkeit und sich nicht irgendwelche Abhängigkeiten zu begeben.
00:34:28: Egal in welcher Form oder in welches System.
00:34:30: In einem Fall sieht gerade aus
00:34:34: Okay, ja.
00:34:35: Dankeschön!
00:34:36: Das war jetzt noch ein sehr schönes Schlusswort.
00:34:41: Danke Gerhard!
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