#3 Anouk Rehorek - Das machen, woran man glaubt

Shownotes

Diesmal habe ich mit einer Kollegin gesprochen: Anouk Rehorek ist selbst Podcasterin und Host von Mutter&Muße. In unserem Gespräch geht es um Mut, Wandel und die großen Fragen der Vereinbarkeit von Familienleben und Erwerbstätigkeit. Anouk erzählt mir offen, was es heißt, das eigene Unternehmen loszulassen und nochmal neu zu starten– und das ganz ohne einen fertigen Plan für das Danach.

Wir reflektieren über die Herausforderungen, die insbesondere Mütter mit der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Fürsorgepflichten erleben, und sprechen über die Notwendigkeit, Care-Arbeit endlich als gleichwertigen Beruf anzuerkennen. Anouk hat sich auch sehr viel mit Zukunftsforschung auseinandergesetzt und erzählt mir, was es wirklich braucht, um Wandlungsprozesse zu ermöglichen.

Sehr ehrlich spricht sie auch darüber, wie sie persönlich mit Veränderungen umgeht und wir stellen gemeinsam fest, dass die guten Dinge einfach ihre Zeit brauchen…

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Foto: Belinda Thaler

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00:00:10: Hallo meine Lieben, willkommen bei einer weiteren Ausgabe von How to Fly.

00:00:15: Diesmal habe ich mit einer Kollegin gesprochen.

00:00:18: Anouk Rehorek ist selbst Bordcasterin und Host von Mutter und Muße.

00:00:25: Bei unserem Gespräch geht es um Mut, Wandel und die großen Fragen der Vereinbarkeit von Familienleben und Erwerbstätigkeit.

00:00:34: Anouk erzählt mir offen, was es heißt, das eigene Unternehmen loszulassen und nochmal neu zu starten.

00:00:40: Und das ganz ohne einen fertigen Plan für das danach.

00:00:44: Wir reflektieren über die Herausforderungen, die insbesondere Mütter mit der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Fürsorgepflichten erleben und sprechen über die Notwendigkeit, Kehrarbeit endlich als gleichwertigen Beruf anzuerkennen.

00:00:59: Anouk hat sich auch sehr viel mit Zukunftsforschung auseinandergesetzt und erzählt mir, was es wirklich braucht, um Wandlungsprozesse zu ermöglichen.

00:01:08: Sehr ehrlich spricht sie auch darüber, wie sie persönlich mit Veränderungen umgeht und wir stellen gemeinsam fest, dass die guten Dinge einfach ihre Zeit brauchen.

00:01:18: Viel Vergnügen beim Zuhören!

00:01:21: Hallo liebe Anouk, schön, dass du da bist, schön, dass du dir Zeit genommen hast.

00:01:25: Ja, danke für die Einleitung.

00:01:26: Es ist spannend, auf der anderen Seite zu sitzen.

00:01:30: Ja, du hast ja auch deinen eigenen Broadcast.

00:01:32: Du bist ja auch eine Broadcast-Kollegin.

00:01:34: Auf den möchte ich dann eher noch zu sprechen kommen.

00:01:37: Aber zuerst, Anouk, hast du ja in den letzten Jahren eine sehr große berufliche Veränderung durchgemacht.

00:01:43: Du hattest deine eigene Grafik-Design-Agentur, warst mit Eigentümerin, hattest Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:01:52: Also das klingt eigentlich so wie der ... Traum vieler Menschen, das eigene Unternehmen zu haben.

00:01:57: Trotzdem hast du dich dann entschieden, die Agentur aufzulösen.

00:02:02: Was war der Grund dafür?

00:02:05: Also ein sicher wichtiger Moment war die Pandemie, wo halt einfach so viele Dinge zusammengekommen sind, die mir davor nicht bewusst waren.

00:02:13: Also eben, wir haben die Agentur und sind dann stetig gewachsen und eben haben auch immer mehr Mitarbeiter anstellen können.

00:02:23: Und das ist eigentlich einfach immer so Straitberg aufgegangen.

00:02:26: Und dann, parallel dazu, habe ich im Jahr zwei Jahrzehnte und zwei Jahrzehnte und achtzehn meine Kinder bekommen.

00:02:32: Und das gar nicht wirklich so hinterfragt, ob das jetzt irgendwie was das für einen Einfluss dann auf mein Arbeitsleben hat, sondern irgendwie so im Gefühl von, ja, ja, das macht man einfach alles gemeinsam dann weiter und habe es auch wirklich so gelebt.

00:02:45: Und die Pandemie war dann halt auch so ein bisschen wie eine Watschen auch ein bisschen so.

00:02:50: Okay, jetzt kommt halt einfach alles gemeinsam zur gleichen Zeit.

00:02:53: Und ich glaube, diese Gleichzeitigkeit hat mir schon gezeigt, wie Wahnsinn das eigentlich auch davor, also auch schon vor der Pandemie war, mit was wir, also auch mein Mann und ich, der auch eine Agentur hat, was wir da eigentlich stemmen.

00:03:09: Ja, die Pandemie hat das halt irgendwie so sichtbar gemacht, weil halt dann plötzlich wirklich alles in dieser Gleichzeitigkeit passiert und damit irgendwie halt viel krasser einfach sich noch angefühlt hat.

00:03:19: Gleichzeitig, aber hat mir... diese neue Möglichkeit, dass man eben nicht immer vor Ort sein muss, sondern dass man durchaus auch eben von zu Hause jetzt in dem Fall Dinge erledigen kann und somit natürlich auch einfach mehr Freiheit und Möglichkeit bekommt, das Leben mit den Kindern anders zu organisieren, gezeigt, dass das eigentlich etwas ist, was mir davor auch gefehlt hat und dass das eigentlich auch etwas ist, was ich auch gut finde in gewissen Teilen.

00:03:52: Und das hat dann aber schon nach der Pandemie noch einmal eine Zeit gedauert, um wirklich so irgendwie draufzukommen, okay?

00:04:00: Vielleicht muss man wirklich halt auch jetzt das, was man sich da aufgebaut hat, mal einfach gut sein zu lassen und auch sagen, okay, das ist irgendwie Zeit für was Neues.

00:04:09: Und ja, genau.

00:04:11: Also es war dann so, dann haben wir zwanzig, zwanzig, kann man dann entschieden, die Agentur so in der Form aufzulösen.

00:04:19: Und wie war das für dich?

00:04:21: quasi dritte Baby loszulassen, dieser Prozess?

00:04:27: Ja, wie gesagt, also es hat schon eine lange Zeit gebraucht von vielleicht zu diesem ersten Gedanken, vielleicht ist es dann nicht mehr diese Form von Arbeitssetting hinzu wirklich dem Entscheid zu sagen, okay, dann lösen wir das so auf, weil ja ganz viele Dinge auch einfach toll waren.

00:04:47: Also das Team war super und Das Büro, was wir uns aufgebaut haben, war super und gewisse Projekte und Zusammenarbeiten waren ja auch eigentlich toll.

00:04:56: Es war halt einfach irgendwie so die Masse an allem.

00:05:00: Und glaube ich auch einfach für mich persönlich, in dem Setting, wie ich halt irgendwie dann plötzlich mich befunden habe mit den beiden Kindern, dass das so halt einfach irgendwie nicht mehr funktioniert hat.

00:05:10: Und also es war ein Weg, sagen wir mal so.

00:05:13: Es war jetzt nicht eine einfache Entscheidung.

00:05:15: Das kann ich mir vorstellen.

00:05:17: Und das klingt auch sehr mutig.

00:05:19: da wirklich loszulassen und in dem beruflichen Neuanfang auch mit der Verantwortung von zwei Kindern.

00:05:27: Was waren das deine Ideen danach?

00:05:30: Ich finde es spannend, dass du sagst, du findest das mutig, weil in dem Moment hat sich das für mich natürlich überhaupt nicht nach einem mutigen Schritt angefühlt, sondern es war mehr, dass ich einfach gemerkt habe, okay, das so wie es ist, funktioniert irgendwie für mich nicht mehr, aber ich habe ja jetzt auch nichts, die... die Alternative schon bereit gehabt.

00:05:46: und dann wusste ja klar, wenn ich da jetzt irgendwie aussteige oder wir das auflösen, dann ist dann das der vorgeschriebene Weg und ich werde dann das und das und das machen.

00:05:54: Noch

00:05:54: einmal noch mutiger finde ich, dann wirklich zu sagen, ich gehe in diese Lehre hinein und nehme Zeit, mich neu zu orientieren.

00:06:03: Ja, ich glaube, also was ich schon gemerkt habe, ist, dass ich in dem Setting, wie es war, für mich eben diese ganz wichtige, was ich Jetzt auch im Podcast Musse nenne.

00:06:15: Und was aber so essentiell ist für meine ganze Arbeit, so wie ich es immer schon gemacht habe, dass ich so diese Möglichkeit habe, mit mir irgendwie in Resonanz zu gehen und Zeit auch irgendwie zu haben, um Dinge anders zu betrachten und zu reflektieren, dass das ja einfach weg war.

00:06:29: Und da habe ich schon gewusst, okay, ich muss mir irgendwie mal dieses Setting wieder schaffen, damit ich überhaupt die Möglichkeit habe, herauszufinden, was wäre.

00:06:37: dann ein neuer Weg oder wo soll es dann hingehen und was sind dann Dinge die mich zusätzlich noch interessieren oder was möchte ich dann noch dazu machen?

00:06:45: und ja also das war glaube ich dann so das Wissen das ich gewusst habe.

00:06:50: okay ich muss erst einmal mir wieder diese Zeit überhaupt schaffen damit ich überhaupt erkennen kann und das funktioniert halt nicht wenn ich da drinnen bleibe.

00:07:00: aber das war Eben, wie gesagt, super schwierig.

00:07:03: Also, wenn man einfach noch nichts Neues hat, wo man dann so weiß, okay, man geht da dann voll rein, dann ist es ein Schritt in die Ungewissheit.

00:07:14: Und hast du den Eindruck, dass auch die Geburt deiner Kinder das Mutter werden, deine Wertigkeiten oder etwas innerlich in dir verändert haben?

00:07:24: Definitiv.

00:07:25: Also, ich glaube, alleine mal der Fakt, dass man einfach nicht mehr... nur um sich selbst dreht und alles was man tut irgendwie immer halt so in Bezug auf die eigene Person macht, sondern dass da plötzlich einfach andere Menschen sind, wo klar ist, da gibt es Bedürfnisse und Perspektiven von denen ihrer Seite und dass man halt einfach viel mehr im Austausch ist und eben auch dieses Einnehmen müssen von anderen Perspektiven und gerade bei Kindern, wo es ja so oft einfach Wo man erst einmal sich wirklich auch hineinbegeben muss, um zu verstehen, wo sind dann die gerade und was sind dann jetzt irgendwie ihre Bedürfnisse und warum reagieren die jetzt so?

00:08:06: Also ich finde schon, dass diese Auseinandersetzung einfach mit wie blickt man auf die Welt und dass man merkt eben, es gibt eine andere Verantwortung, wie man auf dieser Welt blickt.

00:08:19: Ja, das kann ich gut nachvollziehen.

00:08:22: Und du hast jetzt schon ein paar Mal angesprochen, deinem Podcast Mutter und Muße.

00:08:27: Eines deiner neuen Projekte, die du gestartet hast, um was geht's da genau?

00:08:33: Ja, also im Prinzip spreche ich mit Menschen aus der kreativen Wirtschaft, die selbst eben Kehrarbeit und ihr kreatives Schaffen versuchen, irgendwie zu vereinern.

00:08:43: Und wie es im Titel ja vorkommt und wie ich jetzt vorhin auch schon angesprochen habe, ist eben diese Frage nach der Musse und wo findet man die dann in so einem Setting ein zentrales Element von... den ganzen Podcast und das habe ich gestartet jetzt vor eineinhalb Jahren etwa, genau.

00:09:01: Spannendes Thema und eben ich glaube ein Thema oder es ist ein Thema mit dem sich ja Eltern, insbesondere Mütter, Frauen sehr viel auseinandersetzen müssen irgendwann, wenn sie Kinder haben und auch erwerbstätig sein wollen.

00:09:19: Ich habe auch ein bisschen hineingehört in den Podcast und ich muss sagen, ich fand es super spannend.

00:09:23: Ich habe die Folgen wirklich verschlungen, weil du dieses Thema einfach so klar aufgreifst und auch mit den verschiedenen Gesprächspartnerinnen, die alle so persönlich und offen ihren Zugang oder ihre Leben, ihre Probleme mit diesem Thema beschreiben.

00:09:42: Was waren denn deine Schlüsse aus den Gesprächen?

00:09:45: Was konntest du mitnehmen?

00:09:46: Wie?

00:09:47: Kann das alles gut funktionieren?

00:09:51: Hibt es eine Lösung

00:09:52: genug?

00:09:55: Also, was ich definitiv schon einmal sagen kann, ist, was ich sicher mitnehmen.

00:09:59: Und was ich glaube ich aber schon davor auch gebust habe, ist, dass es eben nicht die Lösung gibt in dem System, so wie wir sind, einfach zu sagen, ja gut, dann braucht es halt einfach noch mehr Kinderbetreuung oder keine Ahnung.

00:10:11: Man muss irgendwie den Frauen noch mehr Wiedereinstiegsmöglichkeiten bieten und Anreize schaffen, dass sie halt noch mehr Zeit in der Erwärtsarbeit verbringen können.

00:10:21: Also die Erkenntnis, dass so wie das System funktioniert, diese Vereinbarkeit immer auf Kosten eigentlich von den Betroffenen dann geht.

00:10:30: Und natürlich fand ich es schon extrem super jetzt in den unterschiedlichen Gesprächen so Tricks und Tipps oder auch einfach Zugänge von den unterschiedlichen Protagonistinnen zu hören, wie die damit umgehen.

00:10:43: Und alleine der Austausch darüber, finde ich, hilft ja unglaublich.

00:10:47: Also einfach auch einmal zu wissen, okay, das bin nicht ich.

00:10:50: die da irgendwie kämpft und die da irgendwie da unsicher ist und die da wieder alles in Frage stellt, sondern es ist tatsächlich ein System, was jeder, der sich in so einer Situation befindet, irgendwann um die Ohren fliegt.

00:11:04: Also, da kommt man nicht drum herum.

00:11:06: Und dann gibt es, glaube ich, eben einfach verschiedene Strategien, wie man damit umgehen kann.

00:11:10: Natürlich gibt es verschiedene Situationen, wie viel Hilfe man auch im Umfeld hat.

00:11:14: Aber ich glaube gerade jetzt, In dem Umfeld, wo ich natürlich auch die Gesprächspartnerinnen gesucht habe, in diesem städtischen Umfeld, wo ich mir natürlich selber befinde, ist es ja einfach die Realität, dass eben dieses familiäre Umfeld ja nicht unbedingt selbstverständlich noch zur Seite steht.

00:11:29: Also das heißt, es ist wirklich in den ganz vielen Fällen wirklich einfach diese Kleinfamilie, die das halt alles schupft und es eben wenig Hilfe von außen gibt.

00:11:39: Ja, und ein Aspekt, den ich sehr spannend und wichtig fand, den du eben aufgegriffen hast, war das Thema eben mit der Kehrarbeit, mit den Fürsorgepflichten.

00:11:48: Und dass es ja immer darum geht, wie kann man das jetzt besser aufteilen und diese unbezahlte Kehrarbeit?

00:11:56: Genau,

00:11:57: das sind wir wieder beim Thema, dass ich sage eben, also wir können noch so viel über Vereinbarkeit sprechen.

00:12:02: Also wenn wir nicht anerkennen, dass Kehrarbeit genauso... eine wertvolle, wichtige Arbeit ist, wie alles, was wir als Erwerbsarbeit definieren, wird sich diese Vereinbarkeitsfrage nie ändern.

00:12:17: Es wird immer auf Kosten, wie vorhin schon gesagt, auf denen gehen, die eben betroffen sind.

00:12:22: Es muss... sich in der Haltung etwas ändern.

00:12:25: Also man kann nicht in dem System, in dem wir uns befinden, dieses Problem lösen, sondern wir müssen da wirklich, glaube ich, tiefer reingehen und schauen, warum sind wir überhaupt so weit gekommen, dass eben das eine Arbeit ist und das andere ist einfach, das macht man halt mit.

00:12:39: Und vor allem eben, wer macht es dann mit?

00:12:41: Absolut, absolut.

00:12:43: Das habe ich mir auch gedacht, wie ich das gehört habe oder was ich mir auch jetzt in den letzten Jahren so für mich überlegt habe, weil ich ja auch Mutter bin und mich auch mit diesen Themen auseinandergesetzt habe, dass es eben immer darum geht, wie kann man eben diese unbezahlte Kehrarbeit besser aufteilen, aber eigentlich beginnt es schon mal mit diesem unbezahlt, warum ist sie überhaupt unbezahlt?

00:13:03: Weil wenn es eben, wie du sagst, diese Arbeit den Stellenwert bekommen würde, den sie hat und auch bezahlt wäre, dann wären eigentlich die Probleme mehr oder weniger gelöst.

00:13:14: Weil dann habe ich keine finanziellen Nachteile mehr, auch nicht mehr für die Pension und dann würden es natürlich auch viel mehr Menschen gerne machen oder ich glaube die meisten, ich mache es gerne, so die Menschen in meinem Umfeld merke ich, die machen das schon gerne, aber es wäre einfach, hätte einfach nicht mehr diese finanziellen Nachteile und man teilt sich es vielleicht dann lieber auch auf.

00:13:36: Ja, also absolut, ich glaube es gibt ja viele Tätigkeiten, die man eigentlich machen.

00:13:41: möchte und ich behaupte auch der Mensch grundsätzlich ist so ausgerichtet, dass eigentlich gerne was beiträgt, in welchem Bereich jetzt auch immer und dass da irgendwie die Möglichkeit, wenn es eben Zeit und auch halt einfach die finanziellen Mittel dafür gibt oder eben ... umgekehrt vielleicht ausgedrückt, wenn es nicht die Sorge gibt, dass ich das eigentlich mir nicht leisten kann, solche Tätigkeiten zu machen oder es dann einfach nur noch alles immer on top ist.

00:14:08: Und dann, das ist nämlich auch passiert, dass man plötzlich irgendwie fragt, ja mag ich das überhaupt noch machen, weil man eben einfach gar nicht die Ruhe und die Möglichkeit hat, das auch eben in einem angebrachten Rahmen zu tun.

00:14:21: Wenn es dann wirklich einfach nur noch zur Überforderung wird, dann klar kriegt das auch so einen schlechten Beigeschmack.

00:14:26: Und ich glaube aber eben, es gibt so viele Dinge, wo Menschen eigentlich gerne sich beteiligen möchten und es einfach nicht geht.

00:14:31: Und andererseits haben wir aber Entwicklungen in der Welt, die genau das ja fordern.

00:14:36: Also wir brauchen diese menschliche Komponente in so vielen Bereichen.

00:14:40: die uns da in den nächsten Jahren irgendwie erreichen werden.

00:14:43: Es gibt den demografischen Wandel.

00:14:45: Es werden einfach mehr Leute aus dem Arbeitsleben aussteigen, als dass sie einsteigen.

00:14:50: Also man muss diese Dinge einfach anders bewerten und anders betrachten.

00:14:54: Und es geht halt einfach nicht mehr in dem altbewerten System.

00:14:59: Das ist auch mein Eindruck, dass sich einige Dinge geändert haben in der Arbeitswelt.

00:15:04: Das ist normal, dass auch Frauen arbeiten oder arbeiten.

00:15:10: Das ist das falsche Wort.

00:15:11: Erwerbstätik sind.

00:15:14: Aber das System, also die Arbeitswelt ist noch nicht darauf ausgerichtet, dass es Menschen gibt, die... Erwerbssättig sein wollen und gleichzeitig auch für solche Pflichten haben.

00:15:25: Sondern es ist teilweise wirklich noch immer so dieses Entwederoder.

00:15:28: Und man versucht sich halt da jetzt so durchzuhandeln.

00:15:32: Ja, ich glaube, es ist halt auch ein großes Problem von der Messbarkeit.

00:15:37: Erfolg, aber auch einfach Wertschöpfung, also auch ein Putto-Inland-Produkt immer noch so bemessen, dass diese Kehrarbeit halt einfach wirklich gar keinen Stellenwert da drinnen hat.

00:15:47: Ist es halt auch so schwierig, irgendwie da wirklich diese Änderungen voranzutreiben?

00:15:52: Also ich fand es spannend, weil jetzt irgendwie vor ein, zwei Wochen eine Umfrage mich erreicht hat für Unternehmerinnen spezifisch gefragt.

00:16:00: was dann so die Bedürfnisse sind bzw.

00:16:02: was es dann bräuchte.

00:16:03: Es war aber alles schon so suggestiv gefragt, dass es im Prinzip hatte ich das Gefühl eigentlich immer nur darum geht, wie schaffen wir es, dass wir die Frauen, die halt in einem großen Teilzeit arbeiten, in Vollzeitstellen kriegen.

00:16:16: Weil da geht uns nämlich Umsatz oder halt Wertschöpfung flöten, wenn die halt nur Teilzeit arbeiten.

00:16:22: Und jetzt ist aber nicht das wirklich Interesse, was brauchen die dann?

00:16:26: damit sie finanziell abgesichert sind mit dem, was die eh schon tagtäglich leisten.

00:16:31: Sondern für das System ist es notwendig, dass die dort auch noch tiefe Arbeit leisten.

00:16:38: Und dann waren so Fragen wie, flächendeckende Kinderbetreuung?

00:16:40: Ja, absolut.

00:16:41: Das ist, finde ich, die Basis.

00:16:43: Das sollte der Standard sein, dass das in ganz Österreich der Fall ist.

00:16:46: Und dann aber so diese zusätzlichen Fragen wie Kinderbetreuung vor sieben in der Früh, Kinderbetreuung nach achtzehn Uhr, Kinderbetreuung am Wochenende, wo ich mir gedacht habe, ihr habt es überhaupt nicht verstanden.

00:16:56: was die Bedürfnisse sind.

00:16:57: Also es geht ja nicht darum, das einfach alles auszusorsten, sondern die Frage ist auch an wen sorgt man dann das aus.

00:17:04: Also der Ratten-Schwanz geht dann ja nur weiter, weil es werden nicht die Männer und die Großfette und weiß ich nicht, der Nachbar das übernehmen, sondern es werden wieder wahrscheinlich schlecht bezahlt.

00:17:16: Meistens Frauen mit migrantischem Hintergrund diese Arbeit dann übernehmen, damit die anderen Frauen sich dann irgendwie im Erwerbsarbeitsmarkt voll einbringen können.

00:17:25: Also dieser Kreis geht überhaupt nicht auf und ich glaube auch, dass die Frauen nicht so hundert Prozent in diesen Arbeitsplätzen sind, hat gar nicht unbedingt nur damit zu tun, dass es nicht die Kinderbetreuung gibt, sondern... Es ist ja auch der Wunsch, dass wenn ich ein Kind habe, dass ich dieses Kind ja auch begleiten möchte.

00:17:40: Und das sollte es genauso sein für Väter.

00:17:43: Also das ist ja einfach so eine wichtige Aufgabe und es gibt sicher ganz, ganz viele Momente, wo man als Eltern für dieses Kind einfach gerade die beste Person ist, da jetzt irgendwie in dieser Situation, in dieser Begleitung zu sein.

00:17:55: Absolut

00:17:55: Annung.

00:17:56: Du hast es jetzt so schön gesagt und ausführlich erklärt.

00:17:59: Also ich bin da voll bei dir.

00:18:01: Das ist genau das, was ich mir auch aufdenke, dass sie nicht überlegen, was sind wirklich der Bedürfnisse ist, sondern es gibt diese eine Lösung, mehr Kinderbetreuungsplätze, damit alle Vollzeit arbeiten können.

00:18:12: Aber ich frage mich da auch oft, wisst ihr eigentlich, was die Menschen, was wir wollen?

00:18:18: Und ja, ich denke auch, dass viele einfach auch gerne Zeit mit ihren Kindern verbringen und dass es mehr um die Vereinbarkeit geht.

00:18:26: So schauen, wie kann ich es gut?

00:18:28: Wie kann ich es gut vereinbaren, Mittelding zu finden zwischen einer Fremdbetreuung, aber auch selber noch Zeit zu haben und auch Energie zu haben, auch mit meinen Kindern zu sein und sie zu betreuen?

00:18:38: Und in manchen Momenten ist es ja wirklich, wie du gesagt hast, wichtig, dass es die eigenen Eltern sind, wo man vielleicht wirklich selber auch da sein möchte.

00:18:48: Ja, bzw.

00:18:48: also ich glaube, es ist... gar nicht nur jetzt ein Bedürfnis, sondern ich glaube, es ist eine Notwendigkeit, dass sich die ganze Gesellschaft braucht, Menschen, die wirklich in dieser Kehrarbeit auch aufgehen und das wirklich auch einfach gerne machen.

00:19:01: Und natürlich finde ich es ist wichtig, dass auch der bezahlte Bereich da irgendwie angehoben wird und dass die Leute, die das wirklich dann auch beruflich machen, dafür entlohnt werden.

00:19:10: Aber trotzdem glaube ich, es kann nicht die Lösung sein, dass das alles ein ausgesorhter Bereich ist.

00:19:16: Also es sollte schon auch möglich sein, dass man eben natürlich im privaten und es ist es ja im Moment.

00:19:21: Also ich habe gerade jetzt irgendwie Zahlen gelesen von Deutschland, dass die meisten Menschen im Alter eh privat betreut werden.

00:19:28: Also da ist nur ein kleiner Prozentsatz, ist wirklich eigentlich in Altenheimen.

00:19:32: Also die meisten werden einfach privat von ihren Angehörigen betreut.

00:19:37: Das sind ja Dinge, die man einfach auch sehen muss.

00:19:39: Das ist ja schon Zeit, die investiert wird.

00:19:41: Jetzt muss man nur schauen, wie kann man es den Menschen ermöglichen, dass sie diese Zeit weiterhin gut investieren können, weil da passiert die ganze andere Wertschöpfung für unsere Gesellschaft, nämlich dieses Begleiten.

00:19:54: Und eben auch gerade jetzt, wenn man natürlich auch wieder bei den Kindern ist, da auch eben diese

00:19:59: wie

00:19:59: erziehen oder wie begleiten wir dann die zu erwachsenen Menschen, die wiederum ein wertvolles Mitglied von dieser Gesellschaft werden können.

00:20:08: und nicht komplett lost sind, weil sie jeden Tag vier Stunden oder sechs Stunden vor irgendwelchen Bildschirmen abgestellt werden.

00:20:16: Also diese sozialen Kompetenzen, die sozialen Wertigkeiten, das Miteinander, das Kümmern, das sind einfach Dinge, die wenig Wert noch immer haben, meinst du, in unserer Gesellschaft.

00:20:29: Ja, aber die ja trotzdem im Moment passieren, Und die natürlich eigentlich die die Basis sind, damit das ganze System überhaupt funktioniert.

00:20:40: Also wenn man das jetzt einfach weg rationalisieren würde und sagt, okay, das macht jetzt einfach keiner mehr, dann würde das ganze Ding nicht gehen, oder?

00:20:50: Und ich glaube schon die Gefahr ist eben, je mehr man natürlich da jetzt versucht, die, die das eh schon machen, jetzt auch noch in diesen Erwerbs oder halt noch mehr in diesen Erwerbsbereich reinzuholen, es wird nur nach hinten losgehen können.

00:21:04: in meiner Vorstellung, weil ich glaube, die Leute werden einfach körperlich und seelisch daran zerbrechen.

00:21:13: Ja, man merkt dann nur, das ist echt ein großes Thema für dich und eben auch ein Thema, an dem du ja viel gearbeitet hast in der letzten Zeit, ein großes Projekt.

00:21:23: Ihr habt dann auch, du mit deinem Team gemeinsam für die Vienna Design Week noch eine Special Edition.

00:21:30: von deinem Podcast-Mutter- und Muse herausgebracht, wo ich genau mit diesen Themen, die aufgekommen sind, über wie kein Gesellschaft gut funktionieren, befasst habe, und zwar mit den Szenarien der Zukunft für zweizig fünfundreißig.

00:21:45: Wie war dieser Prozess?

00:21:46: Wie war das für dich?

00:21:48: Also ich glaube, ich habe einfach relativ schnell schon gemerkt, nach diesen ersten Gesprächen mit den Protagonisten jetzt für den Podcast, dass es zwar super ist, sich jetzt über diese Gegenwart auszutauschen, aber dass es mich persönlich halt auch super interessiert, wie können Dinge sich dann auch ändern.

00:22:05: Und habe dann selber halt angefangen, mich mit dem Thema der Zukunftsforschung zu befassen und habe mich da jetzt auch weiter gebildet, eben Anfang des Jahres.

00:22:13: Und so ist das dann halt irgendwie so alles Hand in Hand zusammengegangen.

00:22:18: Ich habe dann eigentlich den Mutter- und Musse-Podcast sozusagen wie ein Stück weiterentwickelt und das ein bisschen geöffnet und daraus Arbeit und Musse gemacht.

00:22:25: und eben dieses Szenarien für zwanzig-fünfunddreißig gemeinsam mit wiederum Protagonistinnen aus der Wiener Kreativwirtschaft haben wir gemeinsam halt mit den Methoden aus der Zukunftsforschung, aus dem Zukunftsdenken Szenarien entwickelt, wie Dinge dann anders sein könnten.

00:22:42: Und aus diesem Szenarium wiederum habe ich dann fiktive Podcast-Folgen.

00:22:47: in dem Mutter- und Musse-Format entwickelt oder aufgenommen, wo ich dann Gespräche führe mit fiktiven Persönlichkeiten im Jahre, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr.

00:23:04: Die Idee war, dass man diese

00:23:05: Szenarien, diese Änderungen halt auf einer anderen Ebene, die so ein bisschen erlebbarer ja rüber kommt folgen kann.

00:23:08: Ich habe es mir angehört und für mich hat es sich wirklich so realistisch angehört.

00:23:11: Ich dachte mir, ja, das ist es eigentlich, wenn es so funktionieren könnte.

00:23:15: Da war auf der einen Seite eben in deinen Szenarien Kehrarbeit eine bezahlte Arbeit.

00:23:20: Das war sogar einer der bestbezahltesten Jobs.

00:23:25: Also jeder wollte es machen.

00:23:27: Und es gab auch so einen verpflichtenden Tag, glaube ich, in der Woche, wo man Arbeit leistet für jeden, für jeden Menschen.

00:23:36: Ja, fand ich wirklich spannend.

00:23:37: Habt ihr euch dann auch so überlegt, inwiefern das dann auch umsetzbar wäre oder stand einmal eher das Szenario im Vordergrund die Idee?

00:23:46: Genau, also beim Zukunftsdenken oder so wie ich das jetzt auch anleite, geht es eben auch um diese Futures Literacy, also das heißt auch einfach um diese Zukunftsfähigkeit, also überhaupt einmal zu üben, sich Dinge anders vorstellen zu können und eben auch mal aus dieser Angst und aus dieser Bedrohung oder aus diesem Gefühl des Zukunfts, was bedrohend ist.

00:24:07: ist oder sich so oft so anfühlt, gerade auch wenn wir am Morgen uns die News des Tages geben, dass man da mal rauskommt und einfach die Zukunft als Möglichkeiten sieht und Möglichkeiten, die man eben auch selber mitdenken und somit auch mitgestalten kann.

00:24:23: Also es geht in erster Linie eigentlich im Moment für mich mehr darum, Leute anzuhalten.

00:24:29: leiten und zu motivieren, sich Dinge anders mal vorzustellen, andere Perspektiven einzunehmen und sich wirklich auch zu trauen, destruktive Gedanken und Visionen und Hypothesen zu erstellen, die vielleicht jetzt eben natürlich morgen nicht umsetzbar sind.

00:24:44: Aber das, was es eben auslöst, dass wenn du dann eine andere Einstellung hast, dass du plötzlich denkst, stimmt, Dinge sind nicht festgeschrieben, Dinge können sich ändern.

00:24:52: Und auch wenn man natürlich zurückschaut in die Geschichte, sieht man ja, Dinge... ändern sich.

00:24:56: Also es ist nicht so, dass es einfach Naturgesetze gibt, die sagen, der Kapitalismus ist das einzige System, das funktioniert oder eben der Mann ist halt irgendwie mehr wert als die Frau.

00:25:05: Also das sind Dinge, die wir uns gegenseitig irgendwie erzählen und wir können diese Erzählungen ändern.

00:25:11: Und das löst eben wiederum aus, dass wir eine andere Wirksamkeit spüren.

00:25:16: Und ich glaube, gerade in Zeiten, wie wir sie gerade erleben, ist die eigene Wirksamkeit ganz essentiell.

00:25:23: für jeden von uns, um am Morgen aufzustehen und einfach das Gefühl haben, man blickt anders in die Zukunft.

00:25:30: Das heißt, die Veränderung beginnt einmal damit sich, das wirklich real vorzustellen, das einmal im Kopf zu haben, zu erleben.

00:25:39: Genau, also wirklich sich damit auseinanderzusetzen und auch natürlich mit den Dingen... die nicht unbedingt dann vielleicht wünschenswert sind.

00:25:46: Also jede Veränderung bringt Gewinner und Verlierer.

00:25:49: Also auch immer beides.

00:25:50: Also es kann für den einen ein Gewinn sein und im nächsten Moment ist es aber auch ein Hergeben von etwas und seien das nur Privilegien oder nur, das ist ja schon ein großer Teil, aber vielleicht Gewohnheiten oder Traditionen, Dinge, die man halt immer so gemacht hat.

00:26:05: Also Haltungen, die man ändern muss.

00:26:08: ist halt eben wichtig, glaube ich, dass man einfach sicher mal mit diesen Sachen überhaupt auseinandersetzt, um eben auch selber in das Gefühl zu kommen, okay, was würde es dann bedeuten und wie kann ich dann damit umgehen und wie fühlt es sich dann an?

00:26:18: Und alleine, wenn man diese Arbeit tut, kommt man halt schon ein Stück weiter im Sinne von, dass es vielleicht dann nicht mehr ganz so beängstigend ist, weil man eben immer halt auch in alle Richtungen mitdenkt.

00:26:30: Ja, sehr schön, sehr spannend.

00:26:31: Also, wie gesagt, ich fand das gesamte Projekt, also deinem Board, war es wirklich sehr, sehr spannend.

00:26:37: Jetzt nochmal um auf dich zurückzukommen.

00:26:39: Wie geht es dir jetzt in deinem Veränderungsprozess?

00:26:43: Also du hast dich ja viel mit Veränderungen jetzt auseinandergesetzt auf verschiedenen Ebenen.

00:26:48: Wie fühlt es sich für dich an, jetzt dieses neue, der neue berufliche Weg?

00:26:56: Auf und ab.

00:26:57: Also ich merke, dass ich natürlich auch sehr sozialisiert bin in dieser Leistungsgesellschaft.

00:27:03: Also ich finde es extrem schwer.

00:27:06: kein Resultat zu haben und das, was ich eigentlich auch jetzt vielleicht in diesen Zukunftsworkshops oft auch versuche mitzugeben, dass es eben um diesen Prozess geht und es geht einfach mal darum, dass man mal beginnt und dass man sich irgendwie damit auseinandersetzt und dass man es auch offen lässt und auch schaut, wo bringt es uns hin, dass ich das selber für mich extrem schwierig finde.

00:27:26: Also wirklich das Akzeptieren von das alles, was ich mache jetzt einfach kleine Meilensteine auf einem Weg sind und dass es vielleicht ja gar kein eigentliches Ziel.

00:27:36: gibt, da übe ich mich jeden Tag in Geduld und versuche irgendwie halt auch mit irgendwelchen Tricks mich auch immer wieder zu fragen, was ist dann Erfolg und wer definiert dann den?

00:27:48: und was ist dann eigentlich mein Empfinden von Erfolg?

00:27:50: und das gelingt mir manchmal besser.

00:27:52: und dann gibt es wieder Tage, wo ich natürlich von der Außenwelt auch wieder so eingenommen bin, dass mich alles wieder verunsichert und ich überhaupt nicht das Gefühl habe, dass irgendwie was weitergeht.

00:28:02: Ja, also auf und ab.

00:28:04: Und ich glaube, ich akzeptiere, dass es Zeit braucht und dass man einfach nur jeden Tag versuchen sollte, das zu machen, wo man dran glaubt.

00:28:14: Ja, das ist sehr schöne Worte, ja.

00:28:17: Und es gibt jetzt noch eine Frage, die ich allen meinen Gästinnen stelle.

00:28:22: Gibt es irgendeinen Satz oder ein Mantra, dass du dir immer wieder sagst, dass dich durch diesen Veränderungsprozess begleitet?

00:28:32: Ja schon.

00:28:33: Also ich glaube, dass was mich motiviert ist, das Wissen, dass Dinge sich wirklich ändern können und dass so viele einfach Narrative sind, die anders erzählt werden können.

00:28:47: Und dass das auch Freude machen kann, sich zu überlegen, wie man sie anders erzählen kann.

00:28:54: Ja, danke.

00:28:55: Vielen, vielen Dank, Anouk.

00:28:57: Das waren jetzt sehr schöne Abschlussworte.

00:29:00: Wirklich danke für dieses spannende, interessante Gespräch und auch deine Offenheit.

00:29:05: Noch zum Schluss.

00:29:06: Wie geht es weiter mit dem Podcast Mutter und Musse?

00:29:10: Oder ist das ein schlechtes Thema?

00:29:12: Nein, das ist ein ganz schlechtes

00:29:13: Thema.

00:29:13: Ich hab

00:29:14: da was von einer

00:29:14: zweiten Staffel gehört, weil du hast dir eine Staffel gemacht an diese Special Edition.

00:29:19: Ja, also mein täglicher Kampf ist auch noch, dass ich gefühlt immer zu wenig Zeit für all diese Dinge habe, die ich eigentlich gerne machen möchte und manchmal auch machen muss, weil ich ja auch irgendwie Geld verdienen muss.

00:29:29: Genau.

00:29:30: Und es gibt eine Folge, da habe ich jetzt auch schon mit dem Schnitt begonnen.

00:29:34: Ich habe ganz viele tolle Persönlichkeiten im Kopf und auf meiner Liste und teilweise auch schon angefragt.

00:29:41: Ja, ich merke nur, ich muss einfach jetzt Termine ausmachen und ich muss es angehen und ich muss es irgendwie halt wieder rein quetschen.

00:29:48: Genau.

00:29:49: Also ich möchte es auf jeden Fall weitermachen.

00:29:50: Ich muss, glaube ich, nur auch

00:29:52: da

00:29:52: mir mehr Zeit gönnen.

00:29:57: Also ein bisschen Prozess.

00:29:59: Und ja, es braucht einfach seine Zeit.

00:30:02: Gute Dinge brauchen seine Zeit.

00:30:03: Ja.

00:30:04: Das ist auch im Spanisch ein Sprichwort.

00:30:06: Das wurde mir immer wieder gesagt.

00:30:08: Das Kurs aus Wohlenhaus regiert in Soetiempo.

00:30:10: Gute Dinge brauchen ihre Zeit.

00:30:12: Und ja, wir können uns auf jeden Fall freuen auf eine zweite Staffel,

00:30:18: wann

00:30:18: immer sie dann fertig ist.

00:30:20: Vielleicht nicht ganz so regelmäßig wie bei der ersten Staffel.

00:30:23: Wobei, da hat es ja dann gegen Ende auch schon ein bisschen größere Tausend gegeben.

00:30:28: Ja, ich glaube, ich muss einfach auch das ernst nehmen.

00:30:30: Es ist ja genau eben die Schwierigkeit, diese Dinge alle unter einen Hut zu bekommen.

00:30:35: Und es kommt dann, wenn es

00:30:37: passt.

00:30:38: Ja, genau.

00:30:38: Ich glaube auch, dass das ist jetzt wirklich ein guter Abschluss, ein gutes Schlusswort.

00:30:43: Es kommt dann, wenn es passt.

00:30:44: Gut.

00:30:45: Vielen Dank, Lübeer Nog.

00:30:46: Danke für deine Zeit.

00:30:47: Das war's.

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