#2 Birgit Fenderl - Springen, obwohl es unsicher ist

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir über Mut, über Neuanfänge und eine Lebensphase, in der viele vielleicht gar nicht mehr an Veränderung denken. Ich freue mich sehr, dass ich Birgit Fenderl zu Gast habe, die mir erzählt, wie sie als über 50-Jährige beruflich noch einmal ganz von vorne begonnen hat. Nach 32 Jahren als Moderatorin beim ORF hat sie ihre Fixanstellung hinter sich gelassen und den Schritt in die Selbständigkeit gewagt.

Birgit erzählt mir offen, was sie zu dieser Entscheidung bewogen hat, welche Herausforderungen sie meistern musste, welche Rolle Angst dabei gespielt hat – und warum es Zeit gebraucht hat, bis sie bereit war, diesen Schritt tatsächlich zu gehen.

Dabei kommen wir auch an einem wichtigen, aber oft tabuisierten Thema nicht vorbei: der Menopause. Wir sprechen darüber, wie dieser biologische Umbruch das berufliche und private Leben beeinflusst - und wie viel Kraft auch in diesem Neuanfang steckt. Birgit teilt sehr persönlich, wie sie selbst die Wechseljahre erlebt und warum sie ihren Podcast „Von wegen Pause“ gefühlt noch ewig weitermachen kann.

www.birgitfenderl.at

Foto: Sabine Hauswirth

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00:00:10: Hallo meine Lieben und Happy New Year!

00:00:13: Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und bereit für eine weitere Folge von How to Fly.

00:00:20: Heute sprechen wir über Mut, über Neuanfänge und eine Lebensphase, in der viele vielleicht gar nicht mehr an Veränderung denken.

00:00:29: Ich freue mich sehr, dass ich Birgit Vendall zu Gast habe.

00:00:33: die mir erzählt, wie sie als über fünfzigjährige, beruflich, noch einmal ganz von vorne begonnen hat.

00:00:40: Nach zweiunddreißig Jahren als Moderatorin beim ORF hat sie ihre Fixanstellung hinter sich gelassen und den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

00:00:51: Birgit erzählt mir offen, was sie zu dieser Entscheidung bewogen hat, welche Herausforderungen sie meistern musste, welche Rolle Angst dabei gespielt hat und warum es Zeit gebraucht hat.

00:01:03: bis sie bereit war, diesen Schritt tatsächlich zu gehen.

00:01:06: Dabei kommen wir auch an einem wichtigen, aber oft tabuisierten Thema nicht vorbei, der Menopause.

00:01:12: Wir sprechen darüber, wie dieser biologische Umbruch das berufliche und private Leben beeinflusst und wie viel Kraft auch in diesem Neuanfang steckt.

00:01:23: Birgit teilt sehr persönlich, wie sie selbst die Wechseljahre erlebt und warum sie ihrem Boardcast von wegen Pause gefühlt noch ewig weitermachen kann.

00:01:34: Viel Vergnügen beim Zuhören!

00:01:37: Hallo, liebe Birgit.

00:01:38: Schönen guten Morgen.

00:01:39: Ich muss jetzt was sagen.

00:01:41: Buenos dias.

00:01:42: Buenos dias, en cantalabras d'Araquil.

00:01:45: Thank you.

00:01:46: Es ist lustig.

00:01:47: Wir sitzen in dem Studio, in dem ich von wegen Pause aufnehme.

00:01:49: Und ich sitze auf der Seite der Gäste und sehe mal, was die für einen schönen Blick haben.

00:01:53: Ja, und ich schau dich an.

00:01:56: Musst du.

00:01:58: Ja, ich hab mir gedacht, ich muss jetzt gleich was auf Spanisch sagen, weil ich ja weiß, dass du auch sehr gut Spanisch sprichst.

00:02:04: Und

00:02:04: sehr gerne.

00:02:05: Und sehr gerne.

00:02:05: Und ja.

00:02:06: Ich ja auch ein Teil meines Herzens, wie wir gerade gesagt haben, auch noch in Barcelona ist.

00:02:12: Liebe Birgit, du hast sehr viele Jahre beim ORF gearbeitet.

00:02:17: Zweiunddreißig.

00:02:18: Zweiunddreißig sogar.

00:02:20: Ja, ist verdammt viel.

00:02:21: Ja.

00:02:23: Was Moderatorin bei der Zeit im Bild, Report, zum Schluss beim Studio II.

00:02:29: Wie du gerade gesagt hast, Zweiunddreißig Jahre, das ist nahezu ein gesamtes Berufsleben.

00:02:33: Also

00:02:33: das ist mehr als die Hälfte meines Lebens, ja.

00:02:36: Und hast dann mit dreiundfünfzig dich entschieden, was du dreiundfünfzig,

00:02:42: vierundfünfzig?

00:02:42: Ja, also, ja.

00:02:45: Am zwanzigsten Dezember, da war ich noch dreiundfünfzig, war meine letzte Sendung, und im Jänner wurde ich dann vierundfünfzig, also ja, hau aber.

00:02:51: Okay, okay.

00:02:53: Auf jeden Fall hast du in diesem Alter entschieden, den ORF zu verlassen, etwas Neues zu starten.

00:03:00: Ein Alter, wo viele Menschen eigentlich schon an die Pension denken und hoffen, dass sich beruflich nichts mehr verändern, damit das alles schön glatt

00:03:08: geht.

00:03:08: Das war vielleicht früher ein bisschen so.

00:03:10: Also ich bin ja jetzt auch so ziemlich die erste Frauengeneration, bin Jahrgang ein und siebzig, wo wir auch gesetzlich bis fünfundsechzig arbeiten müssen.

00:03:18: Ich arbeite an sich gern.

00:03:19: Also ich denke, ich hoffe, ich werde eigentlich immer ein bisschen was arbeiten, hoffentlich dann später halt ein bisschen nicht mehr so gestresst.

00:03:25: Aber die Pension, das ist so weit weg von mir.

00:03:30: dass das überhaupt nicht am Rad war.

00:03:32: Aber du hast schon recht.

00:03:33: Natürlich ist es ein ungewöhnlicher Schritt.

00:03:35: Ich hatte eine Festanstellung im ORF.

00:03:37: So was gibt man normalerweise nicht auf.

00:03:39: Ich habe es trotzdem getan.

00:03:41: Und warum?

00:03:43: Weil das eigentlich ein sehr langer Prozess war, der dem zuvorgegangen ist.

00:03:48: Also das ist nicht von heute auf morgen gegangen.

00:03:50: Und dann, also da ist meine Sprache angesprochen vorher, Ich habe ja auch in der Außenpolitik Redaktion gearbeitet.

00:03:58: Ich wollte eigentlich Außenauslandskorrespondentin werden.

00:04:01: Da ist dann die ZIP-III mir dazwischen gekommen, wo sie mich gefragt haben, ob ich das moderiere.

00:04:06: Und natürlich sagt man zu seiner Chance absolut nicht nein.

00:04:08: Und das war dann auch für mich, ich war die ersten Jahre wirklich komplett alleine zu hier und mit meiner Tochter.

00:04:15: eine wirklich gute Chance, das zu vereinbaren.

00:04:17: Ich habe dann die Tageszeit im Bild moderiert.

00:04:20: Ich habe in der Früh meinen Kind in den ORF Betriebskindergarten gebracht und konnte dann zu den Tipp neun und Tipp treizend gehen.

00:04:26: Das war wirklich sehr, sehr hilfreich.

00:04:29: Aber irgendwie ist ein bisschen was von meinem beruflichen Ding auf der Strecke geblieben.

00:04:32: Meine Sprachen, andere Dinge, die mich interessieren.

00:04:35: Ich unterricht schon sehr lang an Fachhochschulen für Journalismus auch.

00:04:37: Ich gebe gern weiter auch meine doch langjährige Erfahrung.

00:04:41: Und immer wieder war der Punkt, so ich mir gedacht habe, Da ist er noch was.

00:04:46: Und es ging aber nicht, weil ich war wirklich so beschäftigt, damit auch meine Tochter, die Legas Dänikerin ist, in Blitz gescheite Frau inzwischen, das ist jetzt die zwanzig, aber mit diesem Schulsystem ist es sehr schwierig gehabt hat und sie ist trotzdem durchmarschiert zu Matura, aber das war nicht so einfach.

00:05:01: Und da habe ich sehr viel Kapazität einfach für sie gebraucht.

00:05:04: Und das war einfach vollkommen klar, ich kann nicht irgendwie noch mich beruflich noch erfinden.

00:05:08: gleichzeitig.

00:05:09: Was nicht heißt, dass ich auch viel Kapazität in meinen Job gesteckt habe, aber der war Irgendwie wusste, was mich erwartet und das war in Gesicht.

00:05:17: Und diese Gedanke hat mich immer wieder verfolgt und dann habe ich ihn immer wieder beiseitegelegt.

00:05:21: Dann hat meine Tochter maturiert.

00:05:24: Man muss schon auch dazu sagen, dass ich das Gefühl bekommen habe, die letzten sozusagen zehn regulären Jahre, die ich da im ORF noch von mir habe.

00:05:31: Das wird nicht besser, das wird eher schwieriger und schlechter, so wie es in der Medienbranche ist.

00:05:36: Aufgrund

00:05:36: deines Alters meinst du?

00:05:38: Nein, überhaupt.

00:05:39: Man muss ja nur anschauen, wie schlecht es Medien geht.

00:05:42: Es ist immer weniger Geld da, immer mehr Druck.

00:05:44: Ja, natürlich als Moderatorin auch das Alter.

00:05:47: Irgendwann wäre klar gewesen, das ist irgendwann zu Ende am Schirm.

00:05:53: Und was tu ich dann?

00:05:53: Da gibt es auch nicht wirklich Karriereplanungen.

00:05:56: Ich habe auch keine Chance gehabt, in irgendeiner Form mal einen Homeoffice-Tag zu machen, weil wenn du immer eine Sendung machst, die live ist, bist du immer punktuell im Studio.

00:06:05: Und ich habe mich nach mehr Flexibilität auch gesehen.

00:06:07: Und es war so eine Dossendossendass.

00:06:09: Und dann bin ich in die Wechsellehre gekommen, die ich ja da auch thematisieren, meine Podcast.

00:06:14: Und habe mich jetzt inzwischen, wo ich mich so mit dem Thema beschäftigt, einen ziemlichen Gassiker auch hingelegt.

00:06:18: Manche trauen sich es halt nicht so radikal oder können es auch nicht so.

00:06:21: Und dann haben wir gedacht, so.

00:06:23: Die Tochter ist aus dem gröbsten, ich starte neu durch.

00:06:26: Und das wäre nicht gegangen parallel zu einer ORF-Anstellung.

00:06:30: Das muss ich mich entscheiden.

00:06:33: Und dann habe ich aber schon, weil ich an sich schon ein sicherheitsliebender und vorsichtiger Mensch bin, ich habe ein Business-Coaching gemacht und habe für wieder, für wieder und mit Beratung und irgendwann war mir klar, okay, let's go.

00:06:45: Dann habe ich es

00:06:47: getan.

00:06:48: Super, sehr mutig.

00:06:49: Und weil du es gerade angesprochen hast, die Wechseljahre, du hast eben jetzt auch einen Podcast genau zu dem Thema, haben die Wechseljahre und diese hormonellen Veränderungen etwas dazu beigetragen, dass du diesen Neustart, diesen Umbruch gemacht hast.

00:07:05: Also bewusst nicht, aber jetzt im Nachhinein gesehen, ich denke schon, weil es eine Phase ist, die auch auf der psychologischen Seite oder auf der sich selbst finden Seite einiges tut.

00:07:18: Und man natürlich die Lebensmittel überschritten, auch wenn ich hoffentlich, wenn ich gesund bleibe, bei den über Achtzig werden, was ich hoffe, Aber trotzdem weißt du, so viel Zeit hast du nicht mehr, um Dinge zu realisieren, wie wenn du mit zwanzig, fünfundzwanzig da stehst.

00:07:33: Und dann beginnst du nachzudenken und das tun ja einige Frauen.

00:07:35: Ich spreche ja von wegen Pause in meinem Podcast, der mit einigen Frauen, die da doch noch mal ein Rätchen gedreht haben.

00:07:43: Und wie gesagt, das war ein langer Prozess und es waren viele Dinge, wo ich mir immer gedacht habe, ich würde gerne mir noch ein bisschen neu aufstellen, ob es geht.

00:07:48: Und dann ist natürlich dieser Punkt, wo du ... in dem, in meinem Fall, das Mutter nicht mehr so die volle, volle, volle Verantwortung hast, du hast sie immer.

00:07:56: Aber wo du ein bisschen wieder auf dich selber schauen kannst.

00:07:59: Und flexibler bist.

00:08:00: Flexibler bist.

00:08:01: und wieder, wenn du dir das cool habt, jetzt was tue ich jetzt manchmal, ich arbeite einen Wochenende durch, dann arbeite ich halbe einen Wochenende durch, aber das steht nicht den Kind neben mir, das sagt, was machen wir heute?

00:08:12: Ja, wie es lang war, und dann sind wir halt ins Theater gegangen oder so.

00:08:16: Und man kann wieder ein bisschen mehr auf sich selbst auch schauen.

00:08:21: Und du sagst, du hast dich wirklich sehr gut auch vorbereitet auf diese Veränderung mit einem Coaching.

00:08:26: Welche Gefühle haben dich da begleitet, bei dem Gedanken, diesen Schritt in die Selbstständigkeit zu tun?

00:08:32: Wie du gesagt hast, du warst ja vorher eigentlich dein gesamtes Berufsleben fix angestellt, super sicherer Job.

00:08:39: Wie ist es dir dabei gegangen, in die Selbstständigkeit zu gehen?

00:08:42: Das war sehr, sehr spannend, weil ... Wie das dann ist, habe ich dann erst nach ein paar Monaten gemerkt, aber in dem Prozess, und ich bin ja erst am Anfang, jetzt geht es das erste Jahr zu Ende, in dem Prozess war es so, dass ich einfach auch herausgearbeitet habe, ich bin inhaltlich oder innerlich eigentlich eh schon drei Schritte im neuen und hänge aber noch im Alten und das einzige, was mich daran hinter das zu tun, ist Angst.

00:09:10: Und das war ein super Coaching in dem Fall, die mir das dann alles auch so aufgezeichnet hat.

00:09:15: Und man muss schon dazu sagen, natürlich konnte ich mir doch meinen Job im ORF sehr viele Kontakte aufbauen, habe mit sehr vielen Leuten zu tun gehabt und habe auch mal mir geschaut, wo kann ich anknüpfen, wo kann ich irgendwie schauen, mit wem kann ich zusammenarbeiten.

00:09:30: Und das war dann der nächste Schritt, dass ich schon das letzte halbe Jahr, also da habe ich wirklich ... Ich habe viel gearbeitet, voll im Auff und voll in mein neues.

00:09:38: Und begonnen mir schon eine kleine Struktur.

00:09:41: Einigst hat sich dann ganz anders entwickelt, als ich gedacht habe.

00:09:44: Aber zumindest eine Fallbackposition aufzubauen, wo ich weiß, das kann ich schon machen.

00:09:49: Und das hat mir die Angst genommen.

00:09:51: Und dann habe ich mich auch getraut.

00:09:53: Wie das dann wirklich war, hat sich so mal... Ich meine, ich habe mich selbstständig gemacht und Donald Trump hat die nächste Amtszeit übernommen, hat mit Zölln und sonstigen Wahnsinn die Welt genannt, was er ja nach wie vor tut und ich habe dann schon gemerkt, hui!

00:10:09: Ich gehe aus der Deckung und die Wirtschaft ist total volatil und total schwierig.

00:10:14: Ich habe auch erlebt in den ersten Monaten.

00:10:16: Ich war für schöne Eventmoderationen.

00:10:18: Das mache ich natürlich auch und sehr gerne.

00:10:21: Eigentlich quasi schon gebucht und dann muss ich immer mehr enden.

00:10:23: Das machen wir uns intern.

00:10:24: Es ist schwierige Zeiten.

00:10:25: Oder wir machen die Veranstaltung gar nicht.

00:10:28: Das war gerade so diese ersten Monate, da macht noch groß Gott.

00:10:31: Kommt kein regelmäßiges Gehalt.

00:10:33: Der Auftrag klingt gut, aber er kommt dann doch nicht.

00:10:36: Also viel Unsicherheit.

00:10:37: Also

00:10:38: das war schon.

00:10:40: Da merkst du dann erst, was das ist.

00:10:41: Ich muss aber dazu sagen, ich hab mir schon auch überlegt, wo hab ich irgendwelche, ich hab schon sehr früh zu arbeiten begonnen und Gott sei Dank mir ein bisschen ein Minimum an Reserven auch auf die Seite gelegt.

00:10:52: Also für so Zeiten, wo gar nix geht, hätte ich auch eine Reserven.

00:10:55: Ja, net, vor zehn Jahren sicher nicht, aber mal für drei im Ohr natürlich schon.

00:11:01: Und jetzt ist der Herbst gekommen und ich bin am Arbeiten ohne Ende und es geht auf und es geht auf und es geht auf und ich merke auch irgendwie wie Kontakte zu weiteren Kontakten führen.

00:11:10: Und ich bin in einem Ausmaß happy und ich fühle mich so frei, weil ich war so lang in einem Großunternehmen und ich glaube, dass es ganz wohl stoppt, dass jetzt ORF Siemens IBM Bank oder however heißt.

00:11:22: Ein Großunternehmen hat ganz gewisse Strukturen und Mechanismen und Ich fühle mich jetzt einfach sehr frei.

00:11:31: Ja, es sind jetzt auch wirklich deine Augen aufgegangen, wie du das gesagt hast, dass du dich frei fühlst und wirst und dass es jetzt so läuft.

00:11:38: Das heißt jetzt zurückblickend in diesem ersten Jahr, wie geht's dir?

00:11:43: Gut.

00:11:44: Gut,

00:11:44: schon mit Krisen, also wie gerade angesprochen.

00:11:47: Und ich denke, die werden auch wieder kommen.

00:11:51: Ich habe vor allem so viel gelernt.

00:11:54: Ich habe Dinge entdeckt, die mir gar nicht klar waren, dass da eigentlich auch ein Bedarf ist und dass ich da auch wirklich was tun kann.

00:12:02: Also ich stürze mich jetzt zum Beispiel auf das Thema Kameradraining.

00:12:06: So viele Leute arbeiten spätestens seit Corona online.

00:12:08: Wir haben nie die Zeit gehabt, sich bewusst zu machen, dass sie eigentlich vor der Kamera arbeiten, was ganz gewisse Gesetzmäßigkeiten hat.

00:12:15: Und da habe ich begonnen, jetzt mit ein paar Firmen zu arbeiten und das macht dann Höllen Spaß, auch zu sehen, dass ich da einfach wirklich was weitergeben kann.

00:12:22: Dazu habe ich auch schon Vorträge gehalten und zum Beispiel kamen dann die erste Anfragen auch für Vorträge und ich habe mein Leben lang keine Powerpoint-Präsentation gemacht, habe keine braucht.

00:12:31: Ich habe viele Geschichten auch gemacht, habe ich als Redakteurin und Chefin vom Dienst und so auch gearbeitet und da bist du halt zu den Grafikkern gegangen und die haben dir die Grafik fürs Fernsehen gemacht.

00:12:39: Ich bin davor gesessen wie, ich liebe es inzwischen Präsentationen zu machen.

00:12:44: Ich habe jetzt nicht viel gelernt einfach auch und das wollte ich auch.

00:12:47: Ich habe auch die letzten Jahre im Studio zwei, was für mich so ein bisschen ganz eine andere Art von Moderation und Arbeit war, viel gelernt.

00:12:56: Aber natürlich irgendwann einmal hast du das Quillocket, das moderieren, das ist jetzt das Level, wo ich das kann.

00:13:03: Und so ist das.

00:13:03: Da kann ich nicht mehr so wahnsinnig viel, ein bisschen was lernt man immer.

00:13:07: Aber ich habe so viel für mich selbst jetzt gelernt und ich habe das Gefühl, mein Hirn ist gefordert und das ist einfach schön.

00:13:12: Ja, das klingt doch sehr schön, wenn du das beschreibst.

00:13:16: Und eines deiner Projekte ist ja dein eigener Botter zum Thema Menopause.

00:13:22: Wie bist du auf das Thema gekommen?

00:13:24: Warum hast du genau dieses Thema ausgewählt?

00:13:26: Na ja, so wie die meisten Frauen, die darüber jetzt laut sprechen, als eigener Bedroffene.

00:13:32: Bei mir hat das angefangen vor ungefähr zehn Jahren, also nicht ganz so spät, also mit Mittevierzig.

00:13:38: Ich wäre jetzt, denke ich, auch schon.

00:13:41: Ich weiß nicht genau, wie alt du bist, aber du warst so ungefähr, ist ja sehr individuell.

00:13:46: Und das habe ich bei jedem gleich.

00:13:47: Mich hat es ziemlich gebeutelt.

00:13:49: Und was mir vor allem passiert ist, und das erzählen mir sehr viele Frauen, mit denen ich hier sitze, wo wir jetzt auch sitzen, dass vor zehn Jahren es wirklich noch einen ganz schlechten Wissenstand gab und viele von uns auch an Ärzte gekommen sind, die den gesagt haben.

00:14:02: Sesenzierung oder ist nix und da muss man durch.

00:14:05: Und so saß ich dann mit Ballungen in Zipp-Live-Sendungen und habe nächtelang nicht geschlafen und ging mir nicht gut.

00:14:15: Und ich habe hier ein paar Bücher geschrieben und die haben fast alle auch einen Frauenfokus, weil mich Gleichberechtigung immer schon sehr, sehr interessiert und weil es mich auch wahnsinnig ärgert, dass wir da manchmal drei Schritte zurückgehen und nicht nach vorne.

00:14:29: Auch im Hinblick auf die Generation meiner Tochter, dass die das besser haben.

00:14:33: Und das gehört ja auch dazu, weil du kommst ja dann sehr schnell zum Thema Gendermedizin und wie schaut's da aus?

00:14:40: Und das war nicht mein Ziel, dass ich sofort mit einem Podcast starte, wenn man das leisten kann, ein Podcast zu machen.

00:14:49: Und dann hat sich eine super Kooperation ergeben und ich arbeite inzwischen als Moderatorin auf Verkoppelte Podcasts in anderen Dingen und ich liebe das Podcast und das ist so ein Teil meiner Arbeit, die ich mitgenommen habe.

00:15:02: Also das ist das, was ich eigentlich am meisten immer geliebt habe, auch in meinem Job mit Menschen Interviews zu machen und zu führen.

00:15:09: Und ich glaube, das kann ich auch.

00:15:10: Und dass wir hier mitgenommen und das macht dann halt ein Spaß.

00:15:13: Das heißt aber, das Thema Menopause, der Grund, warum du das gewählt hast, war, weil du es mehr vor den Vorhang

00:15:20: bringen

00:15:21: wolltest.

00:15:21: Ganz unbedingt.

00:15:22: Ja, das stimmt.

00:15:23: Es wird nicht so viel, also jetzt immer mehr glücklicherweise, aber eigentlich nicht so viel drüber gesprochen.

00:15:32: Es wird immer mehr darüber gesprochen.

00:15:36: Ich glaube, es ist aber immer noch so ein Blasenphänomen.

00:15:39: Und dann ist das Ehreich bei einer Podiumsdiskussion selbst, also sozusagen als Expertin am Podium.

00:15:45: Und dann haben wir darüber diskutiert, wie schaut das aus, was darüber gesprochen wird, was ins Bewusstsein rückt und wie ist das echte und im echten Leben sozusagen.

00:15:54: Hormonambulanzen sperren zu.

00:15:56: Es gab vor dreißig Jahren Behandlungen auf Krankenkasse, die die Krankenkasse nicht mehr zahlt.

00:16:01: Es gibt eigentlich für viele Frauen immer weniger Anlaufstellen.

00:16:05: Ich habe hier mit einem sehr, sehr erfahrenen, wahnsinnig... wirklich tollen Experten, zum Thema Osteoporose, auch gesprochen, da den Wien in den, glaube ich, achtzeiger, neunziger Jahren ein Ambulatorium-Klimax eröffnet.

00:16:18: Das musste jetzt unhold machen, weil die Krankheit zahlt das nicht mehr irgendwie.

00:16:22: Es gibt also Medikamente nicht mehr, die es gab.

00:16:25: Und das finde ich so irre.

00:16:27: Man hat das Gefühl, es passiert was und es wird geredet.

00:16:29: Ja, es wird geredet, aber de facto wird es nicht leichter.

00:16:33: Und das ist ein wahnsinniger Motivator für mich, da weiterzumachen.

00:16:36: Ja, das verstehe ich.

00:16:38: Ich höre das jetzt auch so zum ersten Mal, weil ich selber mich tatsächlich noch gar nicht so viel damit auseinandergesetzt habe, obwohl ich deinen Podcast eben gehört habe.

00:16:47: Habe ich dann gemerkt, ja, ja, ich bin eigentlich schon eine Zielgruppe.

00:16:52: Aber es ist wirklich ein Wahnsinn, dass es so wenig Unterstützung gibt.

00:16:57: Und auch wie du sagst, wie es dir in der Arbeit gegangen ist.

00:17:00: Das können viele Frauen halt erzählen.

00:17:02: Und hast du das Frau eh schon per se ein bisschen schwieriger als Männer?

00:17:05: Es gibt auch Männer, die erleben schierer Geschichten.

00:17:08: Und ich bin mittlerweile in einem Alter, wo in unserem Frauen des Kreis auch viele Männer erlebt haben, gegen Ende ihres Berufslebens, während sie da dann irgendwie kaltgestellt, weil sie zu teuer werden.

00:17:18: Also auch Männer erleben Altersdiskriminierung.

00:17:21: Und ich rede mein Podcast sehr bewusst gerne auch mit Männern.

00:17:24: Und ich finde, das ist ja auch ein Thema, ein gesellschaftliches Thema, nicht nur ein biologisches, wenn man so will.

00:17:29: Und es geht um Sichtbarkeit auch.

00:17:31: Und das ist halt auch etwas, irgendwie das Frauen in diesem Alter, ja, klar, man wird älter und das ist irgendwie so ein Stichwort fürs Älterwerden.

00:17:37: Also nicht anstreifen und nicht machen.

00:17:40: Und darum ist mir das auch total wichtig.

00:17:42: Und je tiefer ich in dieses Thema eintauche, desto mehr habe ich das kühlt und kann nicht ewig machen.

00:17:48: Also schauen wir mal.

00:17:50: Ja, Sichtbarkeit, das ist ein gutes Stichwort.

00:17:52: Und auch zu zeigen, wie viel Erfahrungsschatz man mit dem Alter

00:17:57: einfach

00:17:58: weitergeben kann und wie viel man da beitragen kann.

00:18:04: Ja, ich muss mich kurz überlegen.

00:18:07: Alles

00:18:08: gut, ich mache schon Quaster.

00:18:10: Ich war gut, dass ich was schneiden können.

00:18:16: Ich würde gerne noch mal zurückkommen zu dem Berufswechsel und zu der Angst, von der du gesprochen hast, wo du festgestellt hast, das Einzige, was mich davon abhält, ist meine Angst.

00:18:28: Wie bist du dann damit umgegangen mit dieser Angst?

00:18:30: Ja, in dem Coaching-Prozess.

00:18:32: Ganz eindeutig und das war, ich weiß gar nicht mehr, ich habe mir den Zettel aufgehoben zu Hause, sie hat mir den auch mitgegeben, die hat mir das dann so auseinandergetraut.

00:18:40: Und hat mir diese Angst irgendwie ein bisschen zerlegt.

00:18:43: Und hat es natürlich auch relativiert.

00:18:45: Das muss man schon auch dazu sagen.

00:18:47: Es war halt immer so, wie du auch gesagt hast, ich hatte diesen wirklich sicheren Job.

00:18:50: Diese ganz große Sicherheit.

00:18:53: Im Verhältnis ist immer noch eine sehr sichere Geschichte, aber die ganz große Sicherheit ist es auch nicht mehr.

00:18:58: Wie ich den Schritt gemacht habe, war Österreich vor der Situation, dass möglicherweise hier die FPÖ-Näge gering kommt und die hat es ganz klar erklärt, das zielde Neuf zu schlagen.

00:19:08: Also ganz so sicher wie das früher mal war, ist das auch nicht mehr.

00:19:11: Das hat sie mir mal schon gesagt, okay, wie sicher ist deine Sicherheit?

00:19:15: Wie wichtig ist die Angst?

00:19:16: Inge und Angst ist immer ein schlechter Ratgeber natürlich.

00:19:19: Und dann ... hat sie mir das einfach so ein bisschen aufgedröselt und ich habe mir dann halt auch so angeschaut okay irgendwie wie viel brauche ich um meine Fixkosten abzudecken?

00:19:28: irgendwie wenn alle Stricke reißen mit wie wenig Geld kann ich auskommen?

00:19:32: weil ich habe weder geerbt noch reich geheiratet noch im Lotto gewonnen.

00:19:35: also ich muss arbeiten und das kommt darauf an wie erfolgreich ich das jetzt mache oder nicht wie mein Leben standard ist.

00:19:41: aber ich habe mir dann einfach irgendwie Schritt für Schritt angeschaut okay Eben in alle Strecke reißen, irgendwie komme ich teilweise auch mit wenig aus und so unturb ich mir das irgendwie ganz genau angeschaut.

00:19:51: Das heißt, die Angst war konkret vor der finanziellen Unsicherheit?

00:19:56: Oder gab es da noch eine andere?

00:19:57: Naja, beides, weil ich bin an sich schon ein ehrgeiziger Mensch und was mich schon antreibt, ich wollte natürlich beweisen, dass das funktioniert.

00:20:05: Und jetzt stehe ich am Ende dieses ersten selbstständigen Jahres und ich weiß noch nicht ganz genau, wie das steuerlich wird, weil Selbstständigkeit ist ja wieder was anderes, aber ich glaube, ich habe gleich viel verdient wie im ORF.

00:20:15: Ich denke, wow, yes, es geht.

00:20:18: Mit viel, viel Arbeit, muss man auch dazu sagen.

00:20:23: Aber ich baue ja gerade was aus.

00:20:24: Ja, ich denke, der Anfang ist immer, ist immer einfach herausfordernd, bis es dann ins Laufen kommt.

00:20:32: Und ich mach bei der Angst.

00:20:36: Wie geht's dir mit Angst vor Fehlern?

00:20:38: Hast du Angst, Fehler zu machen?

00:20:39: Nein, eigentlich nicht so.

00:20:42: Also sonst hätt ich mich, glaube ich, dass auch im Nachhinein ... Schaut man dann ja auch anders auf sich selbst, aber ich war mit ganz knapp twenty-fünf die damals ever jüngste Moderatorin einer Kurz-Tipp.

00:20:55: Und ich denke mal, wie habe ich mir das traut?

00:20:57: Und wenn man es gibt im Archiv, das kann man ja irgendwie anschauen.

00:21:00: Ich denke, okay, die waren auch mutig.

00:21:02: Und ich war auch mutig.

00:21:04: Und natürlich war das auch mit, wenn man so will, Angst.

00:21:07: Aber Angst und Herausforderung ist ja dann wieder so auch nahe.

00:21:10: Und dann macht man halt auch mal einen Fehler oder man macht es noch nicht so, so wie es sein soll, ich sehe jetzt zum Beispiel auch, weil ich von diesen Präsentationen und Vorträgen geredet habe, irgendwie, da ist die Dritte schaut schon nochmal ganz anders aus, als die Erste war.

00:21:24: Fehler finde ich, also aus, das sind so Kardinalfehler, ich finde es schlimm, wenn ich das Gefühl habe, es ist ein Fehler die Richtungen, die ich gehe.

00:21:33: Weil das ist nicht meins, das wäre ein schlechter Fehler.

00:21:36: Aber wenn ich dabei was ich tue, das Gefühl hat, prinzipiell ist das meins.

00:21:39: Aber ich mach halt Fehler am Weg und andere machen auch Fehler.

00:21:42: Wir sind in Zeiten von KI und so mit so oft furchtbar Sprachen.

00:21:46: Die machen so einen blinden perfekten Text in der Sekunde.

00:21:49: Ich find's viel schöner, wenn ein Mensch mit mir in einer fremde Sprache redet und er macht halt auch Fehler.

00:21:54: Also du kannst gut damit umgehen und es ist nichts, was dich ... was ich da jetzt vollkommen aus der Bahn.

00:22:00: Nein, wenn ich das Gefühl habe, die sind Fehler, die sind im Rahmen.

00:22:03: Also wenn ich das Gefühl hätte, meine Entscheidung wäre ein Fehler, dann tät ich da jetzt nicht

00:22:07: gegen die

00:22:07: Sätze, sondern irgendwo im schwarzen Loch.

00:22:12: Ja, ich glaube, das ist nämlich auch ein wichtiger Punkt und eine wichtige Eigenschaft, wenn man so etwas Neues geht, dass man gut, genau, dass man einfach da gut mit sich selbst umgehen kann, noch nicht zu streng ist.

00:22:24: Ja, und man lernt, woraus lernt man?

00:22:27: Blöder, alter Satz, aber er stimmt.

00:22:28: Aber er

00:22:29: stimmt, er stimmt.

00:22:32: Wie geht es dir jetzt eigentlich so mit deiner Menupause, um nochmal auf das zu kommen?

00:22:38: Ja.

00:22:39: Du sprichst

00:22:39: eigentlich mit anderen Frauen ein bisschen abruft.

00:22:42: Alles

00:22:42: gut.

00:22:42: Aber du sprichst viel mit anderen Frauen, wie es ihnen geht.

00:22:45: Also erstens weiß ich jetzt viel.

00:22:47: Und zweitens habe ich mich, weil ich jetzt viel mehr weiß, weil das habe ich mich nicht getraut, weil ich auch der... Ich sage jetzt einfach mal so, ich glaube, Fehlmeinung war, dass man ja keine Hormonesatztherapie machen darf, aber dann kriegt man Grapes.

00:22:58: Das war diese Geschichte von dieser berühmten Zwei-Jahr-Studie, die inzwischen revidiert ist.

00:23:03: Und ich habe alles, nein, nein, nein, nein, nein, nur alles machen und nicht das.

00:23:07: Und irgendwann ging es mir auch psychisch und ich habe mich auch selbst nicht erkannt.

00:23:11: Ich hatte keine Energie und ich bin schon an sich ein Mensch mit Energie, der macht, okay, jetzt reicht's.

00:23:18: Und das war für mich ein ihrer Game Changers.

00:23:19: Seitdem habe ich das Gefühl, jetzt mache ich jetzt seit einem Jahr ungefähr extremst begleitet von einer Ärztin, permanent auch mit Blutchecks und mit Geschichten.

00:23:28: Ich gehe zu allen Vorsorgeuntersuchungen.

00:23:30: Also ich bin da sehr, sehr vorsichtig auch und agribisch.

00:23:34: Denken wir es als Chance, dass man das machen kann auch.

00:23:36: Und seitdem war das mal mein Gamechanger.

00:23:39: Und ich hätte ohne den Beginn da einfach eine ganz leichte Hymonisatzerapie zu machen.

00:23:44: Sicherlich diesen beruflichen Wechseln mir auch nicht zugetraut.

00:23:47: Ich hätte nicht die Kraft dafür gehabt, wenn du seit Jahren nicht mehr schläfst und schwitzt und kannst du nicht.

00:23:53: Oh

00:23:54: Gott, das klingt.

00:23:56: Ich frage mich gerade, was auf mich

00:23:57: zukommt.

00:23:58: Das hat ja nicht jeder gleich.

00:23:59: Aber es ist gut zu wissen, man kann was machen, es gibt.

00:24:04: gute Methoden

00:24:05: und man kann sich unterstützen

00:24:06: lassen.

00:24:07: Es

00:24:07: muss ja nicht jeder, also ich finde es ist so individuell und Hormone ist halt so was Wahnsinnig Komplexes.

00:24:13: Und der einen hilft, also ich habe es auch mit Tcm lang versucht und mit Akkupunktur, das hat mir ein bisschen geholfen, aber eben leider nicht genug und anderen hilft das schon genug.

00:24:22: Ich glaube, es ist die Zeit, wo man wirklich in sich selbst ein bisschen mehr hinein hören sollte.

00:24:27: Da bin ich auch nicht so wahnsinnig begabt.

00:24:29: Ich bin jemand, der so immer schaut, es rennt und rennt und rennt und bin gewohnt zu organisieren und habe halt so lange als allein gestemmt, dass man dann vergisst, auf sich selbst zu hören.

00:24:38: Wenn man das aber tut, dann merkt man eh, wo die Richtung geht und wenn man dann den Zugang zu den richtigen Informationen hat, dann kann man sich entscheiden.

00:24:45: Ja, das klingt gut, das auf sich selbst zu hören.

00:24:50: Vielleicht ist auch die Menopause noch einmal so ein Moment, wo man auf den Körper zurückgeworfen ist als Frau.

00:24:55: Und die Psyche aber auch.

00:24:57: Also ich glaube schon.

00:24:58: Und ich bin auch jemand, der schwer hinein sagen kann, so print, also so, also schon.

00:25:06: Vielleicht bin ich, ich hab in diesem Jahr, ein, zwei Sachen, sind an mich herangetragen worden im beruflichen Ding, weil ich das gut kapart.

00:25:12: Nein, das ist nicht okay.

00:25:13: Und ich hab mich, obwohl ich so noch am Anfang bin, getraut, nein zu sagen, auf das bin ich ganz besonders.

00:25:19: Das war nicht leicht.

00:25:20: Ja, aber da bin ich voll bei dir.

00:25:22: Also, mir fällt es auch schwer.

00:25:24: Und jedes Mal, wenn ich es mache und merke, das ist jetzt einfach für mich richtig, es fühlt sich dann so gut an.

00:25:31: Ja, aber das war einfach.

00:25:33: Es ist überhaupt

00:25:33: nicht einfach.

00:25:34: Nein, nein.

00:25:36: Zum Schluss noch, hast du einen bestimmten Satz oder ein Mantra, das dich so in deinem Veränderungsprozess begleitet, etwas an das du da immer wieder gedacht

00:25:46: hast?

00:25:47: Nein, weil ich ihm nicht so gut in Selbstlosung sind, aber es fällt mir schon etwas ein.

00:25:53: Es ist kein Mantra und kein Satz, aber ich war ein paar Mal in meinem Leben an so Entscheidungspunkten, wo ich dann gehüpft bin und mich getraut habe, privat wie beruflich.

00:26:04: Also ich habe auch mit Anfang dreißig, mein Privatleben sehr radikal nochmal verändert und dann sehr schnell meine Tochter bekommen.

00:26:13: Und da war aber klar, okay, das ist eher etwas, wo ich nicht im sicheren Hafen bin, sondern also ich war immer und bin jetzt auch wieder sehr lang in einer sehr schönen und mir sehr, sehr wichtigen Beziehung war eigentlich immer so ein Beziehungsmensch.

00:26:26: Und genau in der Phase, wo ich dann meine Tochter bekommen habe, war ich auf einmal Single, mehr oder weniger, und mit Kind und so.

00:26:34: Und das war aber damals eine ganz riesengroße Liebesgeschichte.

00:26:38: Und ich saß zu Hause und ich habe mir gedacht, ich möchte nicht im Altersheim sitzen und mir denken, was wäre gewesen, wenn ich mich das getraut hätte.

00:26:46: Und das war jetzt auch ein bisschen so im Beruflichen.

00:26:48: Ich möchte nicht am Ende meines Lebens zurückschauen und mir denken, da habe ich mich nicht getraut und da bin ich den bequemen Weg gegangen und dass man das Gefühl entwickelt, man hat das versäumt.

00:26:59: Also das kann dazwischen sehr hart sein und das war also alleine zu sein, war sehr hart.

00:27:05: Da merke erst im Nachhinein, wie viel Energie ich da verbraucht habe.

00:27:10: Aber ich bin trotzdem total froh, dass ich das so abgesehen habe, was meine Tochter das Großartigste ist, was mehr hat passieren können.

00:27:15: Aber sehr froh, dass ich es gemacht habe, weil ich möchte ja nicht einmal am Ende des Lebens irgendwo sitzen, verbittert und mir denken, hätte ich mir das angeschaut, das wäre vielleicht mein Glück gewesen oder wäre ich den Weg gegangen, das wäre vielleicht für mich besser gewesen.

00:27:27: Also, das ist jetzt kein Mantra oder so, aber das ist vielleicht ein bisschen etwas, wo ich immer wieder im Leben hingekommen bin.

00:27:34: Deinen eigenen Weg

00:27:35: zu gehen und es auf jeden Fall zu probieren.

00:27:36: Ja, und es zu probieren und zu hüpfen, obwohl es unsicher ist.

00:27:41: So hüpfen wir ins Umgewisse.

00:27:44: Ja, das klingt gut Birgit.

00:27:47: Vielen, vielen Dank für

00:27:48: das

00:27:48: spannende Gespräch.

00:27:48: Ja, ich bedanke mich.

00:27:49: Lustig

00:27:50: mal hier auf der anderen Seite zu sitzen.

00:27:51: Ja, absolut.

00:27:52: Und auch für deine Offenheit.

00:27:55: Ja, und ich wünsch dir alles Gute für deinen Podcast auch, den du jetzt gleich... Nicht

00:27:59: für deinen, ich finde, du machst dir auch gerade so eine... Ich habe mir ein bisschen geplaudert vorher...

00:28:03: Ja, deswegen red ich ja mit dir

00:28:05: dann.

00:28:05: Ich finde das total super.

00:28:06: ...um auch zu sehen, wie das andere Frauen machen und wie es ihnen dabei geht.

00:28:10: Ich wünsch dir auch, dass allerbeste wir's sehen.

00:28:12: Ja,

00:28:12: danke schön.

00:28:13: Danke schön.

00:28:14: Ich kann mal in einem Jahr noch mal reden.

00:28:16: Ja, ja, ja, das ist mir doch da.

00:28:19: Und mit deinem Podcast geht's ja jetzt auch live weiter, habe ich gehört.

00:28:27: In der Kulisse, ich freue mich wahnsinnig.

00:28:28: Jetzt sind es mal drei Termine geplant.

00:28:30: Vielleicht werden es mehr.

00:28:30: Schauen wir mal, der erste am fünften Februar mit Gabriele Kuhn vom Kurier.

00:28:35: Am fünften März, das finde ich sehr, sehr lustig.

00:28:37: Gabriele Kuhn wird sicher großartig.

00:28:39: Am fünften März wird es für uns, glaube ich, sehr speziell, weil meine ehemalige Moderationskollegin Verena Scheitz ist mein Gast.

00:28:45: Und das wird lustig.

00:28:46: Und dann noch die großartige Monika Ballwein im April.

00:28:49: Und ich finde das sehr schön, weil ... Der Austausch ist auch so wichtig.

00:28:55: Ich habe mir das Gefühl, Frauen haben gern Austausch, auch als Mamas haben wir uns irgendwie ausgetauscht und jetzt auch wieder.

00:29:00: Und ich hoffe, dass das ein bisschen auch ein Community treffen wird, wo man sich dann zum ersten Mal vielleicht begegnet und sich austauscht.

00:29:06: Das tragt uns, glaube ich, durch eine Phase, die vielleicht immer nicht nur so einfach ist.

00:29:11: Also das ist auch so gedacht ein bisschen als Treffpunkt.

00:29:13: Absolut, das gibt wirklich Kraft, sich da auszutauschen.

00:29:17: Ja, auf der Kulissen Seite sieht man schon, wann das ist, gibt es auch schon die Tickets.

00:29:21: Super, vielen, vielen Dank.

00:29:23: Also ja, heiße Tipp, Tickets kaufen.

00:29:26: Danke schön.

00:29:28: Danke schön.

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