#10 Verena Titze - Wenn ich es mache, habe ich schon gewonnen
Shownotes
Manchmal verändert ein einziger Moment das ganze Leben. Für meine heutige Gästin war es ein Morgen, an dem ihr Körper einfach nicht mehr mitgemacht hat. Was folgte, war der Zusammenbruch eines Lebens, das nach außen ziemlich perfekt wirkte: eine steile Karriere in der Medienbranche, viel Leistung, viel Party. Das, aber auch mit einem Alkoholkonsum, der längst mehr war als nur ein Feierabendritual. In dieser Folge erzählt mir Verena Titze über ihren bemerkenswerten Weg durch Burnout und Alkoholsucht und den langen, oft schmerzhaften Prozess zurück zu sich selbst. Wir sprechen über Selbstwert, Therapie, Einsamkeit und darüber, wie man weitermacht, wenn man glaubt, dass gar nichts mehr geht. Heute ist Verena erfolgreiche Autorin, Kabarettistin, Moderatorin, Podcasterin und frisch gebackene Niederösterreicherin des Jahres 2026. Offen und ehrlich steht sie mit ihrer Geschichte auf der Bühne und zeigt, dass ein Neuanfang möglich ist – auch wenn der Weg dorthin alles andere als leicht ist.
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Mehr über How To Fly: Instagram: howtofly_podcast
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00:00:10: Hallo meine Lieben
00:00:11: und willkommen zu einer neuen Folge von How To Fly.
00:00:15: Manchmal verändert ein einziger Moment das ganze Leben, für meine heutige Gästin war es ein Morgen an dem ihr Körper einfach nicht mehr mitgemacht hat.
00:00:26: was folgte war der Zusammenbruch eines Lebens dass nach außen ziemlich perfekt wirkte eine steile Karriere in der Medienbranche viel Leistung viel Party Das aber auch mit einem Alkoholkonsum der längst mehr als nur ein Feierabendritual.
00:00:42: In dieser Folge erzählt mir Verena Tietze über ihren bemerkenswerten Weg durch Burnout und Alkoholsucht, und den langen oft schmerzhaften Prozess
00:00:51: zurück
00:00:52: zu sich selbst.
00:00:54: Wir sprechen über Selbstwert, Therapie, Einsamkeit – und darüber wie man weitermacht wenn man glaubt das gar nichts mehr geht!
00:01:02: Heute ist Verena erfolgreicher Autorin Kabarettistin Moderatorin Bordkastlerin und frisch gebackene Niederösterreicherin des Jahres zwanzig sechsundzwanzig.
00:01:14: Offen- und ehrlich, steht sie mit ihrer Geschichte auf der Bühne und zeigt das ein Neuanfang möglich ist – auch wenn der Weg dorthin alles andere als leicht ist!
00:01:24: Viel Vergnügen beim Zuhören Und wenn euch die Folge gefällt, teilt Sie gerne mit euren Freundinnen und Freunden.
00:01:32: Gebt dem Bordcast eine fünf Sterne Bewertung und abonniert ihn damit ihr keine neue Folge mehr verpasst.
00:01:39: Hallo liebe Verena, schön dass du da bist, schön das du dir Zeit genommen hast für unser Gespräch.
00:01:45: Ich wollte dich ja unbedingt in meinem Podcast haben weil ich finde, dass du so eine bemerkenswerte Geschichte hast und einfach einen radikalen Turn in deinem Leben gehabt hast Ja, dass ich dich unbedingt kennenlernen wollte.
00:01:59: Vielen Dank für die Einladung!
00:02:01: Ich freue mich sehr.
00:02:02: Ja.
00:02:03: Verena, du warst mit Anfang Dreißig
00:02:06: sehr erfolgreich
00:02:06: in der Medienbranche tätig hast viel gearbeitet.
00:02:10: Irgendwann war es dann zuviel, bist ins Burnout geschlittert.
00:02:15: dazu kamen auch eine Alkoholsucht.
00:02:18: wie und warum
00:02:19: ist das alles passiert?
00:02:23: Das ist eine große Frage!
00:02:25: Wie anfangen
00:02:28: wir also... Also ich habe, ich glaube schon in jungen Jahren gelernt oder mir antrainiert dass Alkohol mir hilft.
00:02:38: Zum Beispiel zum Entspannen oder zum Mutiger sein oder was auch immer glücklicher sein quasi also ich hab im Alkohl sehr viel Freiheit gefunden.
00:02:48: Das ist mir jetzt natürlich nur im Nachhinein so klar Und ich habe auch immer schon eigentlich recht viel gearbeitet.
00:02:55: Das hat sich dann, also in den Zwanzigern hab' ich studiert und so weiter und auch sehr viel gefeiert und das war ja alles quasi noch in der Norm weil das kennen wir ja, viel feiern, viel studieren, viel Börp.
00:03:04: So das Leben genießen in den
00:03:05: zwanzigeren?
00:03:07: Ja, das habe ich ja sehr ausgereizt Jobs bekommen die, wo ich auch wirklich dachte wow das sind jetzt meine Traumjobs und es ist auch das was ich wirklich will.
00:03:18: Ich war zuerst Journalistin und dann war ich in der PR-Branche und zuletzt bei einem großen Fernsehsender und war da dann PR Verantwortliche für zuerst einen oder zwei Sender.
00:03:32: Es war alles viel zuviel.
00:03:34: Also ich habe viel zu viel gearbeitet, ich hab viel zu viele getrunken Ich hatte einen viel zu kleinen Selbstwert.
00:03:41: also alles was an mir kritisiert wurde Habe ich extrem ernst genommen.
00:03:46: also dieses ich bin nicht gut genug war bei mir stand quasi auf der Stirn Ja dass ich nicht gut genug bin egal wie viel ich arbeite egal wie fühle ich mache und Das ist so das wie und warum Dieser Strudel immer schlimmer wurde, also es ging mir immer schlechter.
00:04:04: Ich habe immer mehr versucht mich mit Alkoholüberwasser zu halten und mit viel Arbeit.
00:04:08: Also dieses Work-Hart Party-Hard ... Das hab ich irgendwie gelebt und das hat mich komplett scheitern lassen.
00:04:16: Also da bin ich einfach ganz mit ganz viel Karacho gegen die Wand gefahren.
00:04:21: Mit diesem System, was ich wieder aufgebaut habe.
00:04:25: Und wann war dann der Punkt?
00:04:27: Wie war's dieser Punkt wo du ... gegen die Wand gefahren bist.
00:04:32: Das war mehr oder weniger mein Körper, der da mir gesagt hat Verena jetzt ist es einfach vorbei.
00:04:39: also Das war an einem Morgen, an dem ich hätte in die Arbeit fahren sollen und konnte meinen Rücken nicht mehr bewegen.
00:04:46: Konnte nicht mehr klar denken.
00:04:48: Und meine Mutter ... Ich hab das Einzige, was mir eingefallen ist, dass ich meine Mama anrufe und sage wir müssen ins Spital.
00:04:54: also ich bin komplett bewegungslos.
00:04:56: aber es war nicht nur dieses Bewegungslose sondern auch mein Hirn hat nicht mehr gut funktioniert.
00:05:01: Das war mir in dem Moment nicht klar.
00:05:03: Ich hatte extreme Konzentrationsprobleme.
00:05:07: Das einzige, was ich mir noch gedacht habe Krankenhaus, also Feinskrankenhaus Verena.
00:05:12: Mehr war da nicht mehr drin und sie hat mich dann tatsächlich abgeholt.
00:05:17: und im Spital haben Sie mir dann eine Halskrause verpasst für meine Rückenschmerzen oder meine Bewegungslosigkeit und halt Schmerzmittel... Und das wars!
00:05:26: Also es wurde dann nichts irgendwie meine Psyche angeschaut sondern eher so wie in der Kutti schicken wir jetzt einfach nach Hause mit einer Halskrause.
00:05:34: Ich hab aber dann auch schon so hyperventiliert und komisch gesäuft.
00:05:38: Und ich erzähl das in meinem Kabarett, dieses Szene ... Weil meine Mutter packt mich ein und nimmt mich mit in den Biller und sagt zu mir, dass ich noch eine Milch holen soll.
00:05:48: Ich bin mit dieser Halskrause im Biller gestanden in diesen riesigen Gängen.
00:05:52: Man hat mich umgeschaut und haben die ganze Zeit nur gedacht was ist Milch?
00:05:58: Was is Milch!
00:05:59: Ich weiß es nicht.
00:06:01: Dann stand ich da so in diesem Billern und hab mir gedacht Gut, hier ist mehr los oder?
00:06:05: Also wenn... Hier ist mehr Los als dass ich einfach nur Rückenschmerzen habe.
00:06:10: Und das war der Anfang vom Ende.
00:06:12: Ich bin nie wieder zurück in diese Arbeit.
00:06:16: Mein Leben von diesem Tag an hat sich radikal verändert und das war so der Big Bang!
00:06:21: Es war wirklich ... es war einfach aus.
00:06:27: Das war mit Pauken und Trompeten ins Burnout.
00:06:30: Okay
00:06:31: also da hast du dann im Biller gemerkt, das muss was Schlimmeres sein.
00:06:36: Das
00:06:36: war so diese erste Moment wo ich mir gedacht habe puh ja also und dann beginnt aber eine Reise.
00:06:42: also dann ist es eher so wie ach wars nein ich hab doch nichts.
00:06:45: na klar na klage ich in die Arbeit nächste Woche.
00:06:48: oder?
00:06:49: meine Chefin hat damals gesagt ob ich am Freitag in die arbeit komme unter was Mittwoch oder so und ich so jaja es überhaupt kein Problem klar ich komm' in die.
00:06:58: Nein, nein.
00:06:59: Also wenn du ein echtes Burnout hast oder zumindest bei mir was so, dann willst du es nicht wahrhaben?
00:07:06: Du glaubst ja... Ich war ja sehr driven!
00:07:09: Also ich wollte hier arbeiten.
00:07:11: also das ist ja nicht so... Du kriegst ja kein Burnout, wenn dir alles egal ist weil dann ist es dir wurscht Und ich hab dann, nee.
00:07:18: Das hat noch lange gedauert.
00:07:20: Da war ich dann Wochen später mal bei einer Psychiaterin.
00:07:23: Die hat einen Burnout diagnostiziert und auch da wollte ich es nicht wahrhaben.
00:07:28: Ich war so ... Nein!
00:07:30: Also ein Burn-Out?
00:07:31: Oh mein Gott, mir passiert das doch nicht.
00:07:34: Und die Monate sind aber ins Land geflossen und dann war irgendwann klar erstens in dieser Arbeit kann ich nicht zurückkehren weil sobald ich nur den Laptop aufmache habe eine Panikattacke Und ja, zweitens.
00:07:47: Ich muss mein Leben radikal ändern.
00:07:49: also das hat sich dann heraus kristallisiert dass ich auch ein Alkoholproblem habe.
00:07:53: Das musst du ja auch erst mal akzeptieren.
00:07:56: Also zu akzeptir Dass Du süchtig bist ist ein sehr großer step in dieser reise.
00:08:03: und Ja das kam also da Kamen Dann noch viele aha Momente In den letzten jahren die mich hierher gebracht haben wo ich jetzt sitze.
00:08:11: ja und Jetzt Sitzte ja Ganz Woanders was mich auch so fasziniert hat nach dieser Geschichte, auf die wir vielleicht noch mal näher eingehen können.
00:08:19: Du hast dann ein Buch geschrieben, Burn Out.
00:08:26: und
00:08:28: da schonmal die Frage gab es deine Hemmschwelle mit deiner Geschichte in die Öffentlichkeit zu gehen?
00:08:34: Wie kamen die Idee da einen Buch zu schreiben und dann aber auch noch mit dem Ganzen auf die Bühne um das als Kabarett zu verpacken?
00:08:42: also Wie gesagt, diesen Turn von Alkohol sucht Burnout.
00:08:47: Also ganz unten wieder ganz rauf auf die Bühne.
00:08:52: Den finde ich so bemerkenswert und radikal auch.
00:08:56: Ja?
00:08:56: Wie ist das dann gekommen?
00:08:59: Ja also das Buch... Ich habe in der Alkohlreha angefangen Tagebücher zu schreiben.
00:09:06: Da ist so viel passiert.
00:09:07: Also ich hab verschiedene Therapietechniken ausprobiert weil wenn du mal am Rock-Bottom bist dann versuchst du halt verschieden ist, damit du wieder rauskommst.
00:09:16: Und ich habe entdeckt dass dieses Schreiben mir sehr gut tut.
00:09:20: also ich schreibe immer noch fast täglich Tagebuch.
00:09:22: Also ich hab entdeck das Rausschreiben und das dann reflektieren können weil Du kannst es ja auch lesen dann und so.
00:09:28: Das bringt mir viel.
00:09:30: Und das habe ich in diesem Jahr dann begonnen.
00:09:33: und meine Therapeutin hat dann irgendwann einmal zu mir gesagt, Verena diese Geschichten die du mir erzählst.
00:09:40: Und auch wie du sie erzählest und was du da alles erlebst Das könnte vielleicht auch anderen helfen oder für andere spannend sein.
00:09:47: Oder weißt du?
00:09:48: Du könntest doch Geschichten draus machen!
00:09:51: Und sie hat mir so diesen Anstoß glaube ich gegeben.
00:09:53: Dann hab' ich mir gedacht Ja also vielleicht mache ich aus diesen Tagebüchern ein Buch.
00:09:59: Das erste Buch ist ja, ich habe jetzt den ersten Roman draußen.
00:10:04: Den hab' ich jetzt mit dem Überreuter-Verlag rausgebracht.
00:10:06: Ja, das habe ich schon gut aufgehört!
00:10:07: Das
00:10:07: ist noch mal was ganz anderes.
00:10:09: Also es sind zwei ganz verschiedene Bücher und der Erste...das Erste ist quasi wirklich meine Tagebücher in Buchform geben und im Eigenverlag herausgebracht.
00:10:21: also das war alles noch sehr auf eigene Initiative.
00:10:24: da habe ich ein paar Verlage angeschrieben aber das wollte keiner damals, weil Keiner kannte mich und hat auch niemanden so brennend interessiert.
00:10:32: Ja, da war schon eine Hemmschwelle.
00:10:34: ja also das war schon so.
00:10:35: oh mein Gott will ich wirklich mit all diesen schlimmen Dingen rausgehen?
00:10:40: Und da gab es auch Gegenwind!
00:10:42: Also da haben wir Leute gesagt so Boah Verena man darf nicht sagen dass man alkoholkrank war du wirst dir deine Karriere verbauen.
00:10:49: Du darfst das nicht ins Außen tragen und erzähl vielleicht den Leuten nur von deinem Burnout weil das ist eher akzeptiert.
00:11:00: Spannend, dass es so
00:11:02: reagiert wird?
00:11:04: Da gab's schon Gegenwind und ich hab mir dann gedacht... Nein!
00:11:07: Das fühlt sich nicht richtig an.
00:11:08: also wenn dann will ich authentisch und ehrlich sein.
00:11:12: und wenn schon denn schon.
00:11:14: Wenn
00:11:14: schon alles?
00:11:16: Es ist schon egal.
00:11:17: Ich sitze schon depressiv in der Alkohol-Reha.
00:11:21: was soll passieren?
00:11:22: ja.
00:11:22: Stimmt
00:11:23: eigentlich.
00:11:24: Also
00:11:25: es war
00:11:26: wirklich... Und ich war ganz glücklich.
00:11:28: Auch schon, ja!
00:11:29: Ich bin arbeitslos single depressed in der Reha.
00:11:32: Weißt du?
00:11:33: Was soll hier noch
00:11:34: kommen?!
00:11:35: Und ich glaube dieser Rockbottom gibt einem wirklich Freiheit weil ... Es war mir wurscht und ich wusste auch in diese Arbeit und in diese PR-Welt in die kehre ich nicht zurück Das ist klar, ich kann nicht.
00:11:50: Ich war so traumatisiert und mein Körper hat mich gar nicht gelassen, das war einfach ganz klar.
00:11:57: Deswegen war die Hemmschwelle zwar da, dieser Seelensstripteys quasi aber es war auch so wie wenn ich damit rausgehe dann muss es authentisch sein sonst bringt's nix Ja.
00:12:10: Und so kam das dann, dass ich quasi dieses Buch im Eigenverlag rausgebracht habe und da wollte ich eigentlich nur lernen wie man gut vorliest vor Leuten und hab mir eine Coaching genommen.
00:12:22: und die hat mit der Zeit gesagt zu Verena willst du nicht diese Geschichte selber erzählen?
00:12:27: Also es wirkt so wie jetzt würdest du gerne vielleicht auf einer Bühne stehen und da hab ich mir gedacht hm weiß ich nicht!
00:12:35: Aber dann haben wir das gemacht.
00:12:36: also wir haben dann Szenen aus dem Buch genommen Und ich hab sie vorgetragen, wie so auswendig gelernt.
00:12:44: Das war dann der Anfang.
00:12:45: Das waren im Jahr zwanzig.
00:12:47: Da habe ich ein erstes Open-Mike gemacht.
00:12:50: Fünf Minuten vor zwanziger Leuten ... Ich hab mich so angeschissen!
00:12:53: Ich hatte so eine Angst vor diesen zwanzigen Leuten.
00:12:57: fünf Minuten.
00:12:58: Ich hab letztes Monat von siebenhundert Leuten eine Keynote gehalten und so.
00:13:02: Alles easy?
00:13:03: Ja, das muss man sich mal denken.
00:13:04: Also dieses ... ist verrückt... Und dann aber nach diesem Open-Mike habe ich gewusst, das ist es.
00:13:13: Was hat dich so getauft?
00:13:15: Ja, da war ich dann so ... Boah!
00:13:18: Also so wie... Das hat mich so angezündet und im gleichen Jahr hab' ich die Alexa kennengelernt, die Chefin von der Kulisse.
00:13:27: Das ist eine Kabarettbühne in Wien.
00:13:31: der habe ich dann so was vorgespielt zu zehn minuten weil ich wollte eigentlich auch dort ein open mic machen und sie hat dann so gesagt aha ja ok dann wollen wir wollen wir einen soloprogramm machen?
00:13:43: im herbst nicht so ja klar hatte noch kein solo program.
00:13:54: Dann bin ich nach
00:13:54: Hause gegangen
00:13:55: und dann hab' ich dieser Coaching gesagt, du?
00:13:57: Wir müssen jetzt ein Solo-Programm machen!
00:13:59: Weil ich habe im November eine Premiere.
00:14:03: Und dann hab ich einen halben Jahr Zeit gehabt, ein Solo Programm auf die Bühne zu stellen.
00:14:09: Voll aus Ganze gegangen... Aber hattest Du vorher schon Bühnenerfahrung?
00:14:13: Also war das wirklich das erste Mal so?
00:14:15: Als Teenager habe ich halt in einer Musical AG gespielt als Teenager in der Schule.
00:14:21: Aber nein, keine echten Bühnen.
00:14:23: Und
00:14:23: Cabaret ist ja auch noch mal was anderes?
00:14:26: Da soll man dann ja lustig sein und so!
00:14:29: Ja also das war schon Feuertaufel dieser erste Abend.
00:14:33: Das war eigentlich kein Cabaret sondern es war mein Buch auf der Bühne.
00:14:36: Das Cabaret kam mit meinem Management.
00:14:39: die haben dann mit mir das Programm verändert sodass es schon nochmal lustiger wird und da habe ich dann angefangen zu singen und hab' ich Lieder auf die Bühny gebracht dass mein Programm schon spaltet, weil es ist teilweise sehr ernst.
00:14:56: Auch jetzt noch!
00:14:58: Weil es ist einfach erzählt die Geschichte wie ich ins Burnout kippe und in die Alkoholsucht und wie ich in der Alkuhol-Reha bin.
00:15:05: Also darum geht's in diesem Kabarett.
00:15:07: Das heißt das ist schwierig Es ist eigentlich eine Geschichte Die auch lustig ist aber auch traurig Und eher zum Nachdenken auch
00:15:16: anregt.
00:15:17: Das heißt, ja ich finde also bei mir ist es schwer mich in eine Schublade zu stecken Weißt du?
00:15:23: Ja
00:15:23: das habe ich schon gemerkt
00:15:24: Bin keine klassische Kabarettistin Aber wie ich mich nennen soll das weiß ich eben auch nicht.
00:15:29: Ja
00:15:29: super spannend.
00:15:31: Was ich noch fragen wollte Warte mal kurz jetzt hab' ich kurz den Faden verloren Genau.
00:15:36: Aber jetzt dieser ganze Prozess von eben im Burner sein mit der Alkohol-Krankheit und dann sich wieder aufzurichten Gab es da auch Momente, oder ich nehme an.
00:15:47: Da gab's auch Momen, wo du gedacht hast, das geht gar nicht weiter?
00:15:51: Wie war das so für dich von diesen Situationen eben?
00:15:54: Ich stehe vollkommen an und vielleicht gehts gar nichts weiter zu dann doch diese Kraft zu entwickeln.
00:16:02: Aber es geht doch weiter und ich kann was Neues machen!
00:16:05: Wie hast du das erlebt?
00:16:07: Das ist furchtbar.
00:16:09: Das ist ganz furchтbar.
00:16:11: Und jeder der da etwas anderes behauptet... Also ich mag auch diese ganzen Health Coaches nicht, die dann nur sagen, du musst nur an dich glauben und mit diesen zehn Steps bist du in drei Monaten geheilt.
00:16:26: Meine sehr subjektive Meinung ist Nein!
00:16:29: Die letzten fünf Jahre waren gezeichnet von ganz viel Schmerz wie viel Trauer, viel Einsamkeit.
00:16:40: Der Weg raus ist sehr einsam weil du musst es alleine machen.
00:16:44: also natürlich hast du Familie, Freunde oder vielleicht deinen Partner.
00:16:47: ich hatte dich nicht aber weißt du?
00:16:49: Du hast schon Unterstützung Aber du musst das alleine gehen!
00:16:52: Weil der Weg ist deiner.
00:16:54: Also das isst sehr einsamm und dass ist... also ich wie viele Nächte oder auch Momente Ich hatte wo ich allein in meiner Wohnung zusammenbreche Und Weine, das kann ich nicht zählen.
00:17:10: Oder wie oft ich mir gedacht habe ... Ich schaff's nicht!
00:17:14: Wie oft ich mich gedacht hab, wann gehts endlich auf?
00:17:18: Jetzt kämpfe ich schon so viele Jahre.
00:17:21: Obwohl, wenn man es von außen bei mir sieht ist ja sehr schnell gegangen alles aber für mich war das nichts schnell.
00:17:30: Ich hab sehr viel gezweifelt und gelitten Und ich war sehr einsam, auf dieser Reise.
00:17:39: Dieser Weg ist kein leichter.
00:17:41: Das war keine leichte Reise, besonders auch Alkoholsucht zu überwinden.
00:17:45: Ich würde schon mal sagen die ersten ein zwei Jahre war ich krank im Krankenstand.
00:17:50: In den Jahr zwanzig-zwanzig war das Burnout.
00:17:53: Dann war ich Ende zwanziger in der Ersten Klinik und dann einundzwanziger bei der zweiten Klinikum.
00:17:58: Dann habe ich den ganzen Sommer im Jahre einund zwanzigkeit schürfen am Neusiedlersee ein Praktikum gemacht zur Kitesurf Beach Assistant.
00:18:08: Es ist nicht so von der Klinik auf die Bühne, also es ist schon dazwischen ja auch ein Weg gewesen.
00:18:14: Auch wenn's schnell ging dann... Also viele
00:18:16: Jahre war anders?
00:18:17: Zirka dann bis viele Jahre waren das insgesamt?
00:18:20: Naja, also Anfang-Zwanzig war das Burnout und Ende-Zweiundzwanzig War der erste Soloauftritt in der Kulisse.
00:18:30: Das klingt von außen aber wirklich
00:18:32: Schon schnell.
00:18:34: Aber ja, das stimmt schon.
00:18:36: Ich glaube es war bei mir schon schnell aber es fühlt sich nicht so schnell an!
00:18:40: Das ist ja trotzdem ... ... zwanzig zwanzigeinundzwanzigzwanziggzweiundzwannzig.
00:18:44: Das sind trotzdem drei Jahre.
00:18:47: Und es ist nicht so wenig Zeit und dann war's ja auch nicht vorbei.
00:18:51: also ich war auch nicht geheilt Ende zwanziger sondern das Jahr zwanzigaundzwanzig vierundzwankig war auch Sehr anstrengend.
00:19:00: Da hatte ich ja kein Management, ich hatte keine ... Weißt du?
00:19:03: Es war auch von außen so wie und Verena was willst du jetzt?
00:19:06: Willst du jetzt Künstlerin werden oder was?
00:19:08: Da war auch ganz viel Gegenwind!
00:19:10: So Wie willst Du so Geld verdienen?
00:19:13: Was machst Du hier?
00:19:14: Wie ist es Dir damit gegangen?
00:19:15: Oder wie bist Du da mit ihm gegangen?
00:19:17: Auch
00:19:17: schlecht, auch schlecht.
00:19:18: Ja Naja Ich habe mich missverstanden gefühlt aber ich war sehr sicher dass das mein Weg ist.
00:19:25: Also es war eine innere Klarheit wie sie sieht, dass man wurscht.
00:19:29: Ich muss das jetzt
00:19:30: machen.".
00:19:31: Also ich wusste auch nicht, wie es aussehen wird.
00:19:33: also ich wuste nicht... zum Beispiel ich habe ja jetzt einen Podcast der auch eine TV-Show mittlerweile ist war mir alles nicht klar, dass das so passiert und
00:19:44: was hat sich so entwickelt?
00:19:45: dann?
00:19:46: Ja genau!
00:19:47: Es hat sich über die Zeit so entwickelt und das sind ja jetzt doch... Jetzt bin ich fünf Jahre nüchtern.
00:19:56: Fünf Jahre Nüchtern, sechs Jahre in Therapie glaube ich sowas.
00:20:01: Wie ist das so?
00:20:02: Wenn du nüchternd bist... Also gibt es Momente wo du gerne wieder trinken würdest.
00:20:06: wie ist das?
00:20:07: Na ja na also das ändert sich sehr.
00:20:10: Das ändert dich sehr.
00:20:12: In den ersten zwei Jahren konnte ich nicht einmal in eine Bar gehen oder konnte ich auch oftmals nicht mal Abendessen mit Freunden oder Freundinnen gehen weil das zu triggernd war.
00:20:22: Am Anfang habe ich den Alkohol extrem vermisst Also den Rausch und das Betrinken und alles.
00:20:30: Aber ich war sehr klar innerlich, dass ich das nicht will.
00:20:32: also es war so eine ganz krasse Klarheit.
00:20:35: Ich ziehe das jetzt durch.
00:20:36: Es gibt keinen zurück aber es ist furchtbar!
00:20:41: Es ist fuchbar unschrecklich auch ganz viel Schmerz.
00:20:45: wenn du dann diese Cravings hast und diesen Suchtdruck hast und trinken willst und statt deine Freundinnen zu treffen sitzt du Zuhause und weinst dann ist das nicht schön.
00:20:56: Und das ist auch einsam, weil du kannst ja nicht zurück in diese Bar hast, du kannst dich zurück in die Momente, in denen du dich bewegt hast.
00:21:02: Meine Identität war sehr gekoppelt an den Alkohol also... Das war ein großer Teil von mir und meinem Leben!
00:21:08: Das ist sehr, sehr einsam und jetzt kann ich eigentlich alles machen was ich will.
00:21:14: Also jetzt gehe ich auch aus und jetzt gehe abendessen und jetzt treffe Ich habe natürlich viele neue Freundschaften entwickelt und viele alte gehen lassen Und auch das ist ein... Also ich erzähle das so in einem Satz, dass es jahrelange schmerzhafte Arbeit sein, sein Netz zu ändern.
00:21:32: Wir sind ja Rudeltiere!
00:21:34: Wir wollen nicht alleine sein.
00:21:36: Wir wollen in Gesellschaft und Gemeinschaft sein.
00:21:39: Ich glaube, das war einer der schmerzaftesten Dinge in meiner Reise gewesen.
00:21:44: Jetzt kann ich aber auch ausgehen.
00:21:46: Wenn ich in eine Bar gehen will, dann habe keine Sehnsucht nach Alkohol.
00:21:53: Alkoholfreies und bin glücklich.
00:21:55: Also das Einzige, was sich geändert hat ist halt wenn alle besoffen sind um mich rum und es ist vielleicht Mitternacht oder eins da.
00:22:02: irgendwann einmal vergeht mir halt die Lust und ich bin müde und will nach Hause anstatt dass ich bis sieben Uhr früh mich betränke.
00:22:08: also das ist so der Unterschied.
00:22:09: und bis dann am nächsten Tag dafür fit.
00:22:12: Obwohl, wenn ich lange aus bin ... Ich bin dann so mit verkatert.
00:22:17: Es ist so lustig!
00:22:17: Weil ich hab einen Kontakt-High.
00:22:20: Wenn ich mit Leuten bin und die alle trinken, bin ich auch so ganz extravertiert.
00:22:24: Und ja, mach da total mit Party.
00:22:26: Dann bin ich am nächsten Tag manchmal sogar verkattert oder leicht groggy.
00:22:32: Aber das ist natürlich kein Vergleich.
00:22:34: Ja,
00:22:35: weil du jetzt von deinen Freunden gesprochen hast?
00:22:38: Es kommt doch immer wieder vor.
00:22:39: Auf Instagram habe ich das gesehen und in Interviews, dass du von deinen Männerbeziehungen sprichst, die du damals noch mit der Alkoholsucht gehabt hast?
00:22:50: Wie hat sich die Beziehung zu Männern jetzt verändert, wo du nicht mehr trinkst?
00:22:55: Das kann man nicht mehr vergleichen.
00:22:56: Das sind zwei verschiedene Welten!
00:22:59: Aber das ist auch die jahrelange Therapiearbeit.
00:23:01: also... Der Alkohl war ja nur das Symptom.
00:23:05: Also der Alkol hat mir geholfen Beziehungen zu sein, oftmals mit Männern wo keine Augenhöhe da war.
00:23:12: Ich hatte so ein bisschen dieses Rette mich doch und ich hänge mich an dich und war sehr bedürftig und das kam natürlich weil mein Selbstwert ziemlich klein war und weil ich mich selbst für nicht gut genug empfunden habe und dass spiegelt sich ja in deinen Beziehung wieder.
00:23:30: also wenn ich mich nicht gut genug finde dann kann ich nicht in einer Beziehung auf Augenhöhe sein und das Erwarten von meinem Gegenüber.
00:23:38: Dann hatte ich natürlich Beziehungen mit Männern, die auch sehr viel getrunken haben und sehr viel Party gemacht haben und vielleicht auch ein bisschen verlorene Seelen waren.
00:23:47: Also wir waren halt gemeinsam verlorene Seelen!
00:23:49: Und ich sehe das jetzt auch oft in Beziehungsräumen.
00:23:51: Es gibt viele Menschen, die sich aneinander klammern – beide aber nicht stabil.
00:23:57: Am Boden stehen, aber miteinander vielleicht.
00:23:59: Das ist auch voll legitim.
00:24:01: also ich sag auch überhaupt nicht dass irgendwas schlechter oder besser ist Aber ich will das nicht mehr.
00:24:07: Ich stehe auf beiden Beinen und ich will Augenhöhe Und ich will Respekt und es ist das Mindeste und das war früher Nicht mein Mindestes sondern Hauptsache liebe mich Oder renn mir hinterher oder sage mir wie schön ich bin Also aus einem Mangel heraus.
00:24:24: Also ich habe aus einem Mangel herausgedatet und das ist Gott sei Dank, dass hat jetzt auch sehr lange gedauert das zu verstehen und zu verstehen, dass das mich nicht erfüllt.
00:24:38: Ich hab natürlich auch ganz andere Männer angezogen weil... Das hab' ich ja dann angezogen
00:24:44: so was du gebraucht hast quasi, ja?
00:24:46: Ja!
00:24:46: Und aus diesem Mangel
00:24:48: heraus
00:24:49: und dass ich dann diesen Männern vielleicht hinterherlaufe.
00:24:54: Und das ist alles nicht mehr ... Also, wenn ich jetzt auf diese Verena zurückblicke, das isst einfach nicht mehr so.
00:25:00: Ich mein Halleluja!
00:25:01: Danke an meine Therapeutin.
00:25:05: Weil... Das brauche ich nicht mehr.
00:25:08: Ich brauch's einfach nicht meer.
00:25:09: Klar, Partnerschaft ist schön und ich mag Männer.
00:25:13: So ist es einfach.
00:25:15: Das wird sich nicht ändern.
00:25:17: aber andere Männer
00:25:19: Ich verstehe dich da sehr gut.
00:25:21: Ist das bei dir auch so gewesen oder?
00:25:23: Ich versteh diesen Prozess, ich habe da auch einiges schon in meinem Leben an mir gearbeitet und Erfahrungen gemacht.
00:25:31: In jüngeren Jahren war es sicherlich auch so... Also ich kenne schon dieses Gefühl dass man halt gerne diese Spiegelung haben möchte.
00:25:42: Ich bin gut genug.
00:25:43: Das kenne ich sehr gut!
00:25:45: War in jüngern Jahren sicher mehr Thema.
00:25:47: in meinen Beziehungen ist es jetzt noch immer, also ich würde sagen so ganz weg.
00:25:52: Ich weiß nicht ob ich's bekomme aber das Bewusstsein ist ein anderes und ich habe ja auch einen Partner mit dem ich das gemeinsam an unseren Themen arbeiten können.
00:26:02: Es hat sich da viel getan.
00:26:05: Aber ja, ich kenne den Prozess voll und es braucht Zeit zu erkennen und dadurch den Mut genau hinzuschauen?
00:26:15: Ja, genau!
00:26:16: Ich glaube auch nicht, dass ich es ohne Therapie zumindest wirklich schafft hätte.
00:26:19: Nein, ich glaube das braucht da eine außenstehende Person die mit der man das machen kann alleine.
00:26:27: Und diese Muster erkennt?
00:26:30: Wenn du drinnen bist erkennst du's ja nicht!
00:26:32: Also ich habe ja nichts erkannt also sowieso diesen Mantel des Alkohols über allem drüber gestülpt gehabt und lege Das war ja auch selbsttoxisch.
00:26:42: Es ist nicht so, dass ich gesund war und nur ungesunde Männer angezogen habe.
00:26:46: Nein es gehören zwei dazu!
00:26:48: Ich hab die Dynamik gefüttert.
00:26:50: Diese Dynamiken, die ich mir ausgesucht habe.
00:26:53: Und das zu erkennen... Das ist bei mir jahrelange Therapie jetzt auch.
00:26:59: Dass ich an Selbstsicherheit gewinne und dieses Grenzen setzen.
00:27:04: Also das Grenzensetzen war bei mir ... No chance.
00:27:08: Also, es war so eine Aage... Ja also ich war so ne Aage Peoplepleaserin.
00:27:12: Es war eher so wie oh mein Gott bitte sei nicht böse auf mich oder bitte es muss mich jeder lieben Sonst bin ich nichts wert!
00:27:21: Also bei mir war das sehr ein sehr großes Gefälle und das einmal aufzubauen dass du sagst nein Ich I'm the boss Und ich bin wichtig und ich bin richtig.
00:27:32: Das ist jahrelange, also bei mir jahre lange Arbeit.
00:27:36: Ich würde sogar sagen es ist ein lebenslanger Prozess.
00:27:40: Ja ja das sowieso.
00:27:42: Wir hören nicht auf zu lernen aber ich glaube irgendwann kommt man an einen Punkt oder bei mir ist derzeit schon so dass ich mir denke ohja ich bin jetzt schon stolz auf mich und ich habe jetzt so viel hinter mir ein Mist!
00:27:56: Und das stärkt mich macht mich schon stark oder stärker als ich es je war.
00:28:02: Ja, absolut!
00:28:03: Das habe ich schon so das Gefühl ja.
00:28:05: Ja
00:28:05: schön.
00:28:07: Verena du hast jetzt auch noch von deinem zweiten Buch vorher erzählt, Jin Boom.
00:28:13: Spreche ich das jetzt richtig aus?
00:28:16: Ist das auch ein bisschen autobiografisch?
00:28:19: Wie kam's dann?
00:28:20: die Idee eben nach einem Buch zu schreiben was wolltest Du damit?
00:28:24: Also ich liebe Schreiben.
00:28:26: Ich liebe Schreibung, Schreiben ist wundervoll!
00:28:28: Also ich habe das eben auch in dieser Reha entdeckt und zu schreiben macht mich glücklich.
00:28:33: tatsächlich es ist einfach eine Passion, eine richtige Und ich wollte ja schon dieses erste Buch mit einem Verlag rausbringen und als es dann mein Management gab und mein Kabarett gab hab' ich den Überreuterverlag oder die Chefin des Überreutherverlags kennengelernt und habe mir einmal das erste Buch gegeben.
00:28:53: Sie hat gemeint, das ist schon super und alles gut.
00:28:55: Aber da braucht es was Neues quasi!
00:28:59: Und ich wollte sowieso einen Roman schreiben... ...und dann haben wir uns zusammengesetzt und dann war schon so die Idee.
00:29:05: okay, wir wollen thematisch schon bleiben in der Richtung wo ich mich halt auch auskenne also sowas wie eine Alkoholreha oder jemanden der eine Sucht erlebt hat.
00:29:15: Das hätten sie spannend gefunden.
00:29:16: und ich habe mir gedacht ja das passt eigentlich gut.
00:29:19: Und so ist dieser Roman die Idee auch entstanden, dass es um eine junge Heldin geht, die tatsächlich mit Züchten zu kämpfen hat.
00:29:28: Es ist fiktiv!
00:29:29: Also es ist nicht eine Autobiografie, auch wenn Parallelen da sind natürlich... Ich greife da schon Dinge auf aus denen ich schöpfen kann einfach Gefühle, Situationen.
00:29:41: Es spielt auch in Wien, das ist ganz viele Wiener Szenen, die man sieht und Eben eine Reha kommt auch vor und da konnte ich ... Es ist alles erfunden, aber ich konnte schöpfen aus dem wie sich's dort angefühlt hat.
00:29:53: Und entstanden ist ein Roman wo so viel mehr geht als Sucht.
00:29:58: also es geht auch um... Wie diese Machtstrukturen uns kaputt machen.
00:30:02: was steckt hinter einer Sucht?
00:30:04: Warum leidet sie überhaupt zuviel?
00:30:06: warum trinkt sie überhaupt so viel?
00:30:08: Also meine Heldin Helena kehrt dann zurück in die Arbeit und versucht alles sozumachen wie zuvor Und ja, und kommt halt eigentlich nicht damit klar.
00:30:18: Weil sie hat auch Chefs, Chefinnen über ihr die sie nicht gut behandeln.
00:30:22: zum Beispiel was machen diese Machtstrukturen im Arbeitsleben mit uns?
00:30:27: Mit unserer Psyche Auch?
00:30:28: natürlich kommt ganz viel vor so Männer also und Die Beziehungen die sie zu Männern hat und Was daran extrem ungesund ist weil Sie auch das ist schon eine parallele zu mir als weil sie auch versucht sich irgendwie zu retten mit Beziehungen.
00:30:43: Und ich glaube, das machen viele von uns!
00:30:44: Wir versuchen dann zu retten indem wir uns klammern an etwas im Außen sei es eine Beziehung oder ein Job oder egal irgendwas was uns im Aussen erfüllt und wie sie da daran scheitert.
00:30:57: eigentlich ja?
00:30:58: Weil das geht sich nicht aus.
00:31:02: und so ist der Roman dann entstanden und es hat mir also es hat mich so viel Spaß gemacht den zu schreiben.
00:31:08: Es war... Das bringt dich auch in deine Grenzen einen Roman
00:31:11: anschreiben.
00:31:12: Was passiert denn?
00:31:14: Ja, du denkst ja so... Also es entsteht ein Kosmosen entstehen die ärgsten Szene und du denkest dir so boah heftig!
00:31:21: Und wo kommt das jetzt her?
00:31:22: Wo nehme ich das überhaupt
00:31:23: her?!
00:31:24: Und gleichzeitig ist es dann oh mein Gott.
00:31:26: und was passiert jetzt?
00:31:27: Ich weiß das Ende nicht.
00:31:29: also was mache ich jetzt?
00:31:30: Die Deadline kommt in zwei Monaten und ich habe kein Ende.
00:31:33: Du glaubst du kannst nicht mehr weiter aber du kannst.
00:31:36: Es klingt nach einem
00:31:37: spannenden Prozess auch.
00:31:39: Es hat mich auf jeden Fall auch an meine Grenzen gebracht, ja.
00:31:43: Aber dann wenn du diese Grenzen überwindest und dann plötzlich entsteht schon wieder eine Szene wo du denkst wie habe ich das überhaupt geschrieben?
00:31:50: Dann macht das auch ganz viel mit einem also auch mit dem Selbstwert weil schreib mal den Roman!
00:31:56: Also schreiben wir mal in den Roman Das ist nichts für schwache Nerven Und bring ihn fertig.
00:32:03: Ich glaube schreiben tun auch viele.
00:32:05: aber Bring den mal fertig, bring den mal raus Puh, dann kommt natürlich das nächste so wie finden die Leute ihn?
00:32:12: Was löst das aus den Menschen?
00:32:14: oder will ihn vielleicht überhaupt niemand lesen.
00:32:15: Das kann ja auch passieren.
00:32:16: also du hast ja keine Ahnung Du machst diese Kunst.
00:32:21: Also ich sehe meine Bühnenarbeit und auch meinen Roman schon als eine Kunstform Und du machst es und du hast keine Ahnung was die Leute Wie die Leute es finden werden.
00:32:32: Das ist Kann in alle Richtungen gehen.
00:32:36: Wann der Ängste, bevor du den Roman rausgebracht hast?
00:32:41: Was wird da jetzt kommen?
00:32:43: Ja klar.
00:32:44: Oder kommt gar nichts oder...
00:32:47: Und wie ist es jetzt?
00:32:50: Es ist ja ganz frisch draußen jetzt.
00:32:53: also ich glaube zwei Monate oder so sind's Und es läuft soweit so gut, aber mehr weiß man noch nicht.
00:33:00: Es ist noch zu frisch um irgendwas zu sagen.
00:33:02: Ich hatte auch gute PR und so.
00:33:04: Ich habe auch ganz tolle Rezensionen schon bekommen also... Uhrschöne Rezentionen!
00:33:10: Auch schlimme Rezitionen, das ist alles dabei.
00:33:14: Wie ist das dann wenn so eine richtig schlimme kommt?
00:33:17: Ja die hab ich nicht so ernst ge-.
00:33:18: Also das Lustige ist, dass es nur von Männern bis her kommt.
00:33:25: Teilweise, da ist eine auf Amazon die ist so persönlich.
00:33:28: Die ist so ganz gemein, weißt du?
00:33:31: Und da denke ich mir was bist du ein verflossener oder wer... Wer
00:33:35: bist du?
00:33:36: Wer bist Du?
00:33:37: Anonym natürlich!
00:33:38: Ganz anonym also kein Name.
00:33:41: und dann so sehr beleidigend auf das ich nicht gar nichts schreiben kann und alle Schulkinder schreiben besser als Ich und von vorn bis hinten.
00:33:51: Also der zerreist mein Buch Aber offensichtlich hat er das ganze Buch gelesen.
00:33:59: Ich denk mir dann so, ich nehm... Also tatsächlich macht mich das nicht fertig.
00:34:03: Das ist eher so wie,
00:34:04: aha!
00:34:06: Weird und desto mehr man in der Öffentlichkeit ist, desto mer lernt man mit so Hate umzugehen.
00:34:12: weil ich krieg ja auch auf Instagram und TikTok immer wieder.
00:34:16: Sobald du in die Öffentlichkeit trittst, kriegst du Kritik also ... weil ich kann nicht allen gefallen.
00:34:24: Das ist das große Learning!
00:34:27: Ich kann es nicht allen recht machen, es gibt Leute die dann sagen nehmt mir nicht mein Bier weg und wie kannst du nur oder du lügst?
00:34:35: Du bist keine Alkoholikerin, du kennst dich ja überhaupt nicht aus oder egal oder auch mein Aussehen wurscht also du kriegst ein Hate auf verschiedensten Ebenen dass man mich nicht mehr sehen will und nicht mehr hören will.
00:34:52: Aber genau so gibt es halt das Positive, es gibt dann Menschen die sagen danke wow du wegen dir sitze ich jetzt in der Nareha wo ich mir denke
00:35:01: voll schön sowas zu
00:35:03: hören oder?
00:35:03: Also wirklich auf TikTok kommt.
00:35:04: oftmals wegen deinen Videos habe ich mir Hilfe geholt und ich mein einen größeren Ritterschlag gibt's nicht weil ich bin keine Therapeutin das werde ich auch nicht oder hab' ich nicht vor.
00:35:16: Aber wenn ich anstoße, dass die Leute in die Therapie gehen und sich Hilfe holen.
00:35:22: Ich mein... Serious Liedern habe ich einfach gewonnen.
00:35:25: Ja absolut!
00:35:28: Das ist echt ein super voll schönes Feedback, wenn sowas kommt.
00:35:33: Und das gibt ja dann auch Antrieb oder?
00:35:36: Total!
00:35:37: Weil es kommt ja manchmal auch einfach nix und dann weiß man nicht bringt meine Arbeit irgendwas.
00:35:43: also Weil ich bin ja ständig am rausgeben, also ob's Instagram ist, TikTok Bücher, Shows, Vorträge.
00:35:52: Ich bin dauernd am raus senden und manchmal kommt wochenlang gar nix und dann kommt wieder wochenlange jeden Tag was?
00:36:00: Also...
00:36:01: Ich muss sagen, weil es mir jetzt gerade eben auch eilt fällt, ich muss sagen mich hat das auch sehr angesprochen deinen Auftritt auf Instagram habe ich ihn gesehen Weil es einfach sehr authentisch, natürlich absolut ungekünstelt ist und ja.
00:36:20: Also mich hat das auch sehr angesprochen.
00:36:22: Danke!
00:36:23: Das freut mich.
00:36:24: Ja, nur so kann ich's machen.
00:36:29: Ich glaube wir brauchen auch Authentizität
00:36:33: heutzutage.
00:36:33: Und auch wirklich mutig.
00:36:35: also ich finde es noch immer auch wenn du sagst okay das mit dem Buch das erste Buch ergeben, aber ich finde es immer noch immer mutig mit dem Thema rauszugehen und sich ja oder mit der Öffentlichkeit die Geschichte diese persönliche Geschichte zu teilen.
00:36:48: Also
00:36:49: das ist und bleibt mutig
00:36:51: für mich.
00:36:51: Danke!
00:36:53: Ja, also es ist immer so von subjektiv ist dass immer so schwer zu sagen weil man selbst fühlt sich nicht immer mutige weil sehr viel Angst ist.
00:37:04: Aber das macht's dann glaube ich mutig weil man sich halt der Angst stellt und über die Angst drüber geht
00:37:09: oder sich einfach mitnimmt und sagt, Kriegsmaß dann halt trotzdem.
00:37:14: Ja genau ja das war jetzt immer so.
00:37:16: Also vor meinen Bühnenauftritten teilweise was ich für Ängste hatte oder auch Habe also... Und es ist krass weil wenn man diesen Job macht sowas wie zwei Stunden allein auf der Bühne dann hat man vor jedem und jeder Respekt die sich auf eine Bühnung stellt weil das ist ein Wirst du beurteilt?
00:37:34: Ich hatte zum Beispiel auch schon einen Auftritt wo zwei Stunden Niemand gelacht hat.
00:37:39: Alle es furchtbar fanden, das war irgendwo in Niederösterreich.
00:37:44: Die wollten das nicht hören!
00:37:46: Die wollten kein Burnout, die wollten keinen Alkohol... Das Weinen alles viel zu schwer.
00:37:50: Die wollen was luftig leichtes.
00:37:52: Was hast du
00:37:53: da
00:37:54: gemacht?
00:37:55: Auf der
00:37:56: Bühne?
00:37:57: Und nach der ersten Hälfte ... Es war eine Katastrophe für mich.
00:38:02: Ich dachte, was mache ich jetzt?
00:38:03: ja?
00:38:04: Ich musste noch mal hoch gehen.
00:38:06: Ich glaube, von hundert Leuten waren noch zwanzig da.
00:38:09: Also es sind fast alle gegangen in der Pause und dann habe ich mich auf die Bühne gestellt und gesagt, für euch zwanzigs spiele ich jetzt!
00:38:16: Weil ihr seid mutig, ihr sitzt jetzt noch hier... Und jetzt nehme ich euch mit in die Reha weil die zweite Elft ist noch viel schlimmer als die erste und die sind dann tapfer sitzen geblieben Und ich hab halt durchgezogen.
00:38:29: Ich weiß noch, ich hatte auch noch Halsschmerzen und ich war krank.
00:38:32: Dann hab ich das durchgezogen und am Schluss kamen ein paar auf mich zu und haben gesagt ... Das ist so wichtig was du hier machst!
00:38:38: Also drei Menschen.
00:38:40: Die waren dann so, das war so toll und so wichtig.
00:38:43: Da hab ich mir gedacht, so, für euch drei habe ich gespielt.
00:38:46: Super mehr.
00:38:47: Das hört man aber in fast allen, also alle meine Kolleginnen und Kollegen, die sehr erfolgreich sind jetzt schon, Alle, sie hatten schon so eine Show.
00:38:56: Also
00:38:57: alle
00:38:58: kennen Shows wo du komplett scheiterst?
00:39:01: Weil ...
00:39:02: Teil des Spiels oder?
00:39:03: Ist
00:39:03: Teil des Spiels mehr und du musst ja deinen Publikum finden weil Menschen die vielleicht sich sehr auseinandersetzen mit diesen Themen wollen zu mir kommen.
00:39:10: also die wollen ja meine Geschichte hören die sind berührt die sind bewegt die lachen ein bisschen Vielleicht weinen Sie sogar.
00:39:17: Ein paar haben auch schon geweint in meinen Shows Und die wollen das So, und dann jemand der zwei Stunden eigentlich lieber dirty Jokes hören will.
00:39:26: Und sich entspannt zurücklehnen will?
00:39:28: Der ist bei mir nicht richtig!
00:39:30: Das ist ja voll legitim, das ist ja okay also... ...der will dann nicht in meine Show gehen und ist vielleicht enttäuscht.
00:39:36: Und das verstehe ich weil den habe ich ja auch enttäuscht.
00:39:40: Deswegen überlege ich auch derzeit so ok nenne ich mich überhaupt Kabarettistin Wie nenne Ich mein nächstes Programm?
00:39:47: wird das ein Cabaret, wird es vielleicht eher ein Liederabend oder einen Abend zum Nachdenken.
00:39:52: Also das ist auch part of the job und bei mir ist es dem unter Anführungszeichen, dass ich wirklich nicht in eine Schublade passe.
00:40:01: Ich bin keine Stand-up-Komidien.
00:40:04: Ich glaube das bin ich nicht!
00:40:06: Und so.
00:40:06: aber es geht allen gleich.
00:40:07: also es gibt halt weil egal mit wem ich rede mit sehr großen Namen.
00:40:11: auch die sagen auch du Verena ganz ernsthaft... Ich habe auch schon vor drei Leuten in Hintertupfen gespielt und sie haben gerülpst und sind gegangen und das war's Jede und jeder also hat so eine Story.
00:40:22: Ja, war guter Apfel für euch allen weil ich finde das echt sehr mutig und tapfer dann durchzuziehen ja.
00:40:28: Es ist
00:40:28: auch furchtbar!
00:40:32: Das ist nicht lustig es ist einfach kein Spaß.
00:40:34: da gehst du gebrochen.
00:40:36: Also nach diesem Auftritt habe ich mir gedacht ich nie wieder.
00:40:40: Ich hab mir echt gedacht nein das tue ich mich noch mal an.
00:40:45: Und dann einen Monat später stand ich wieder auf einer Bühne
00:40:49: Was wieder gemacht.
00:40:49: Und offensichtlich bist du auch schon im Überlegen für ein neues Programm?
00:40:53: Ja, also das ist jetzt am Auslaufen und es kommt was Neues aber es ist leider noch nicht ... kann ich noch nichts dazu sagen sonst außer dass es etwas Neues geben wird.
00:41:04: Ja cool!
00:41:04: Na gut zu wissen.
00:41:05: Also wir können gespannt sein.
00:41:07: Ja, das auf jeden Fall.
00:41:09: Verena eine Frage habe ich jetzt noch zum Schluss.
00:41:13: Eine Frage die ich allen meinen Gästinnen stelle gab's irgendeinen Satz oder ein Mantra, das dich durch deinen Umbruch und deinen Neuanfang begleitet hat?
00:41:24: Dass du dir immer wieder gesagt hast.
00:41:26: Ja, ganz lustig habe ich erst vor kurzem dran gedacht.
00:41:29: Ich glaube, das Zitat hab' ich gelesen zuerstmals in the Artist's Way.
00:41:34: Das ist so ein Buch, so ein ganz tolles kann ich sehr empfehlen.
00:41:39: Wo man dann Übungen macht, wo man übrigens auch aufgefordert wird jeden Tag zu schreiben zu mir gebracht.
00:41:47: Selbsthilfebuch würde ich es fast gar nicht nennen, weil das ist besser als das.
00:41:50: Es ist so eine Reise zu sich selbst.
00:41:53: und da gibt's ein Zitat aus einem Film von den Achtzigern wo so meinen Boxer geht.
00:42:00: Das ist Joe Pesci und ich glaube es ist Robert De Niro oder so.
00:42:04: ja Und der Joey Malotta sagt zu seinem Bruder Der Boxer ist.
00:42:14: Und das heißt einfach, ja.
00:42:17: If you win ,you win!
00:42:18: Aber wenn du verlierst gewinnst du auch.
00:42:20: und dieses...und das ist es.
00:42:23: Wenn ich es
00:42:23: mache
00:42:25: dann habe ich schon gewonnen weil ich stehe in der Arena und dich machst eben.
00:42:29: Ich stelle mich auf eine Bühne.
00:42:30: wenn ich da verliere und alles hassen habe ich hab ich trotzdem gewonnen Weil ich habe mich auf die bühne gestellt.
00:42:37: oder Das Buch ich habe's rausgebracht ich habe gewonnen und wenn es kein Erfolg wird habe ich trotzdem Gewonnen.
00:42:43: Das ist so, ja das finde ich super.
00:42:46: If you win your win and if lose still wins.
00:42:49: Wow!
00:42:49: Ja sehr schön!
00:42:51: Du hast es einfach gemacht.
00:42:53: also du bist gut.
00:42:56: Es hat vielleicht auch mit diesem Mutthema zu tun dass ich tatsächlich schon habe.
00:43:01: Also das Mutig sein.
00:43:03: Ich finde du bist auf jeden Fall sehr mutig und hat mich sehr gefreut.
00:43:10: kennen zu lernen.
00:43:11: Ja,
00:43:11: mich jetzt auch sehr gefreut!
00:43:13: Du bist auch mutig, schau!
00:43:14: Du machst auch neue Sachen und einen neuen Podcast...
00:43:18: Ich versuche, mutig zu sein und ich versuche meine Ängste an der Hand zu nehmen oder das wie gesagt einfach zu machen.
00:43:26: Kannst du auch stolz sein auf dich?
00:43:28: Danke schön, danke!
00:43:31: Vielen Dank fürs Gespräch und dass du in kalter Wasser gesprungen bist ohne mich zu kennen Ja, hat mich sehr gefreut Verena.
00:43:45: Danke!
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